Prävention

Gröhe eröffnet Pflegekongress 22.06.2015 14:01 Uhr

Berlin - 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und die SPD-Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel haben in Berlin den Kongress „Prävention und Pflege“ eröffnet. In sieben Workshops diskutieren fast 300 Teilnehmer, wie Prävention und Gesundheitsförderung stärker in die Pflege integriert werden können – darunter die ABDA.

 

„Gesundheitsförderung ist in jeder Lebensphase wichtig, vom Kindes- bis ins Rentenalter“, sagte Gröhe bei der Eröffnung. Mit Blick auf die wachsende Zahl älterer Menschen in Deutschland bekomme der Dreiklang „Prävention vor Rehabilitation vor Pflege“ eine besondere Bedeutung. In der vergangenen Woche hat der Bundestag das Präventionsgesetz verabschiedet.

Die Kassen werden damit verpflichtet, mehr Geld für Präventionsangebote auszugeben. Die Apotheker profitieren davon nicht, weil sie in Gröhes Gesetz nicht vorkommen. Die ABDA setzt jedoch darauf, dass die Apotheker den Patienten auch in Zukunft Angebote zur Gesundheitsförderung machen.

„Mit dem Präventionsgesetz wollen wir ältere und pflegebedürftige Menschen verstärkt mit gesundheitsfördernden Leistungen erreichen“, sagte Gröhe. Deshalb hätten die Pflegekassen darin den Auftrag zur Gesundheitsförderung und Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen bekommen. Auch die Gesundheit der Beschäftigten in der Pflege soll durch betriebliche Gesundheitsförderung besser unterstützt werden.

„Begünstigt durch den demografischen Wandel werden die Anzahl pflegebedürftiger Menschen und damit auch der Bedarf an Betreuungs- und Unterstützungsleistungen in den nächsten Jahren zunehmen“, sagt Kühn-Mengel, die Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG). Altern und Alter gingen nicht zwangsläufig mit dem Eintritt von Pflegebedürftigkeit einher. Umso wichtiger findet Kühn-Mengel Maßnahmen, die auf die Erhaltung körperlicher und geistiger Mobilität im Alter abzielen.

Auf dem Kongress nehmen fast 300 Fachkräfte aus dem Gesundheits-, Pflege- und Seniorenbereich sowie Akteure aus Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Krankenkassen, Politik und Verwaltung teil. Am Nachmittag geht es unter anderem um die Themen „Gesunde Stadt“, kommunale Gesundheitsförderung, Ernährung, Demenz und die Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige.

Die Kongresse werden seit 2008 vom Bundesgesundheitsministerium und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) veranstaltet. Sie sollen dazu beitragen, den aktuellen Stand in der Prävention und Gesundheitsförderung abzubilden und den Gesundheitsakteuren eine Plattform für den Austausch zu bieten. Die ABDA ist Mitglied in der BVPG.