Erstmals mehr als 12.000 Euro

Plus 4,2 Prozent: Mehr Geld für Abgeordnete 27.02.2026 17:12 Uhr

Berlin - 

Während die Apothekerschaft nach 13 Jahren noch auf eine Honoraranpassung wartet, dürfen sich die Abgeordneten auf ein Plus von rund 4,2 Prozent freuen, wie die Bild-Zeitung berichtet. Das ist demnach bereits die dritte Diätenerhöhung seit 2022.

Erst heute hatte die Grünen-Abgeordnete Paula Piechotta moniert, dass eine Fixumserhöhung unsolidarisch sei und es gezielte Anpassungen brauche, damit große, umsatzstarke Apotheken nicht von der Erhöhung profitierten. Die Abgeordnete selbst darf sich hingegen zum 1. Juli über eine Anhebung ihrer Diäten freuen – die dritte seit 2022.

Laut Bild.de steigen die Bezüge der 630 Bundestagsabgeordneten um 497 Euro im Monat. Ihre steuerpflichtigen Bezüge von bisher 11.833,47 Euro im Monat wachsen demnach auf rund 12.330 Euro – und liegen laut Bild damit erstmals über 12.000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr seien die Abgeordnetenbezüge um 5,4 Prozent erhöht worden, 2023 um rund 6 Prozent.

Die Diäten erhöhen sich automatisch entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung (Nominallohnindex) des Statistischen Bundesamtes. Das Parlament muss über die Erhöhung demnach nicht mehr gesondert abstimmen. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) müsse die Erhöhung lediglich als Drucksache veröffentlichen.

Wie Bild.de berichtet, profitiert das Bundestagspräsidium besonders, da dort zusätzliche Amtsgehälter gezahlt werden. Die Bezüge der Bundestagspräsidentin würden dadurch um 994 Euro auf rund 24.661 Euro steigen. Die Stellvertreter erhalten eine halbe Diät zusätzlich als Amtsgehalt, was einen Anstieg von bisher 17.750 Euro auf künftig 18.496 Euro im Monat bedeutet.