„Leidenschaft für die Apotheken vor Ort “

Overwiening: Blutzucker-Test bei Kippels 10.09.2026 12:59 Uhr

Berlin - 

Die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) und frühere Abda-Chefin Gabriele von Elsenau Overwiening hatte in ihrer Borkener Apotheke den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Georg Kippels zu Besuch. Der nutzte die Gelegenheit direkt für einen Blutzucker-Check.

„Die Präsidentin ist die Anstifterin, die dafür gesorgt hat, dass ich so eine Leidenschaft für die Apotheken vor Ort entwickelt habe“, so Kippels direkt. Von Elsenau Overwiening zeigte ihm, was alles in den Apotheken steckt: „Moderne Prozesse schaffen Freiräume für das, was zählt – die persönliche Beratung der Patientinnen und Patienten.“

Kippels schaute auch in der Rezeptur vorbei und begutachtete die Herstellung individuell dosierter Kapseln – mit denen die Apotheken insbesondere Kindern helfen, für die industrielle Lösungen oft fehlen. „Apotheken müssen eine Versorgungsphilosophie haben und können wichtige Aufgaben im Bereich der Prävention übernehmen“, betonte Kippels.

„Apotheken sind ein politisches Statement für die Versorgung vor Ort, nicht nur in den Ballungszentren. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur“, meinte von Elsenau Overwiening. Zwei Stunden nahm sich Kippels Zeit für seinen Besuch und hörte sich auch von Elsenau Overwienings Kritik an der Erhöhung des Kassenabschlags zum Jahreswechsel an. Auch die Versender waren ein wichtiger Punkt bei dem Austausch.

Im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Apotheken bräuchten neue pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) eine rechtssichere Umsetzung, so die AKWL-Präsidentin. „Wenn wir beispielsweise bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Rezept abgeben sollen, brauchen wir endlich eine Positivliste, aus der klar hervorgeht, was geht und was nicht.“

Bei der Chroniker-Abgabe von Arzneimitteln ohne Verordnung bestehe ebenfalls Regelungsbedarf: „Die Patientinnen und Patienten sind dankbar – aber die Erstattung ist bislang nicht geklärt.“

„Ich bin ein echter Fan der Apotheke vor Ort. Ohne diese Apotheken wäre eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten nicht möglich“, so Kippels abschließend.