Nur Notdienst: Neuer Gesundheitsminister unterstützt Protest 23.03.2026 07:37 Uhr
Anlässlich des bundesweiten Apothekerprotesttags am 23. März macht René Wilke, neuer Minister für Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt klar, dass die Arzneimittelversorgung für die Bevölkerung in Brandenburg am kommenden Montag gesichert ist: „Alle Notdienstapotheken werden uneingeschränkt geöffnet sein.“
Wilke sichert allen Brandenburgern die Versorgung mit Arzneimitteln auch am Protesttag zu. „Es werden sich viele Apotheken an dem Protest beteiligen, zu dem die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände deutschlandweit aufgerufen hatte“, erklärt er. „Die Apothekerinnen und Apotheker wollen mit ihrem Protest der Forderung nach einer Anpassung der Vergütung im Zusammenhang mit den allgemein stark gestiegenen Lebenshaltungskosten Nachdruck verleihen“, stellt Wilke klar.
Niemand muss verzichten
Dennoch müsse trotz der Protestaktion niemand in Brandenburg auf dringend benötigte Medikamente verzichten. Denn: „Alle zum Notdienst eingeteilten Apotheken verrichten uneingeschränkt ihren Dienst“, betont er. Apotheken bilden nicht nur eine wichtige Säule der Gesundheitsversorgung. „Sie sind essenzieller Bestandteil der Daseinsvorsorge und zugleich niedrigschwelliger sozialer Anlaufpunkt gerade in einem Flächenland wie Brandenburg“, so der Minister.
Brandenburg für höhere Vergütung
Damit die Arzneimittelversorgung weiterhin funktioniere und um weitere Schließungen, insbesondere von kleinen Apotheken in ländlichen Gebieten, zu verhindern, sei eine Anpassung der Apothekenvergütung längst überfällig, stellt Wilke klar. „So wie es im Koalitionsvertrag auf Bundesebene vereinbart ist.“ Auch mit der Stimme Brandenburgs haben sich die Länder im Bundesrat vor wenigen Wochen für eine schnelle Umsetzung der geplanten Vergütungserhöhung eingesetzt.
„Die Vergütung der Apotheken wurde zuletzt vor 13 Jahren angepasst. Auch deshalb ist die Zahl der Apotheken in Deutschland stark rückläufig. Gab es in Brandenburg im Jahr 2013 noch 580 Apotheken, sind es aktuell nur noch 526 (Stand März 2026)“, so Wilke.
Notdienstapotheken finden
Weil jedoch davon auszugehen sei, dass sich viele Apotheken an der Protestaktion beteiligen, könne es zu Einschränkungen bei den Öffnungszeiten kommen. „Auskunft über die nächstgelegene Notdienstapotheke gibt die Internetseite der Landesapothekerkammer Brandenburg“, so Wilke.