Merz: Vorschläge der Rentenkommission vollständig umsetzen 23.06.2026 16:14 Uhr
Inzwischen sind die Vorschläge der Rentenkommission offiziell. „Sie bilden ein Gesamtkonzept, das nur in seiner Gesamtheit funktioniert“, so Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU); sie sollen daher „vollständig“ umgesetzt werden.
Wie auch schon nach den Beschlüssen der Finanzkommission Gesundheit will die Bundesregierung nun zügig handeln. „Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden“, so Merz nach der Übergabe des Berichts heute Vormittag. Enthalten ist unter anderem die Streichung der Rente mit 63 oder die Option für Minijobs. Alles in allem sei laut Merz ein „ausgewogenes Paket“ herausgekommen.
Mit den wirkungsvollen Inhalten soll der Trend umgekehrt und dafür gesorgt werden, dass das Rentenniveau steigt und die Beiträge sinken. Kürzungen von Rentenleistungen werde es nicht geben, so Merz. Die umfangreiche Reform sei notwendig, es sei „allerhöchste Zeit. Nichtstun ist keine Option“.
„Es gibt jetzt kein Rosinenpicken, es ist ein Gesamtkunstwerk“, so Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) über die 33 Vorschläge. Deren Umsetzung würde nun in den Koalitionsfraktionen beraten. Das betonte die sich nun bietende Chance für junge Menschen: Durch den empfohlenen, paritätisch finanzierten Kapitalstock soll das Rentenniveau steigen und heute junge Menschen später eine höhere Rente haben als aktuelle Rentner.
Es sei eine „vernünftig ausbalancierte Lösung für alle Beteiligten“, so der Vorsitzende der Rentenkommission, Dr. Frank-Jürgen Weise, mit einer echten Perspektive auf ein Rentenniveau von 70 Prozent des in den letzten Jahren verdienten Gehalts. Die Änderungen sollen langfristig wirken, so das Ziel der Kommission, deren 13 Expert:innen und Politiker:innen vor einem halben Jahr mit ihrer Arbeit gestartet sind.