Studienplatzvergabe

MeckPomm sucht sieben Landapotheker 19.02.2026 13:24 Uhr

Berlin - 

Mecklenburg-Vorpommern hatte bereits angekündigt, bei der Förderung von Studienplätzen künftig auch die Pharmazeut:innen in den Blick zu nehmen. In der zweiten Märzhälfte beginnt die diesjährige Bewerbungsphase an den Universitäten Greifswald und Rostock für das Landarztprogramm. Neben Medizinstudienplätzen werden dieses Jahr auch erstmals Plätze in den Studiengängen Pharmazie und Zahnmedizin vergeben. „Damit wird das bisherige Landarztgesetz um eine neue und bundesweit einzigartige Weise erweitert“, so Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD).

Das Gesetz zur Begegnung der medizinischen Unterversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern wurde vom Landtag Ende Januar beschlossen. „Ziel ist es, die medizinische und zahnmedizinische Versorgung sowie auch die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger durch Apotheken im ländlichen Raum des Landes und den Öffentlichen Gesundheitsdienst langfristig zu stärken“, so die Ministerin weiter.

Im vom Gesundheitsministerium erarbeiteten Auswahlverfahren würden zudem stärker als bisher die fachliche genauso wie die persönliche Eignung berücksichtigt. „Dabei wird nicht allein auf die Abiturnote abgestellt, sondern wir suchen Studienbewerberinnen und -bewerber, die großes Interesse an der Tätigkeit im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern haben und sich hierfür besonders persönlich eignen“, sagte Drese, beispielsweise durch ehrenamtliches Engagement.

„So haben auch Interessierte mit einem Abiturschnitt von 2,0 oder 2,5 Chancen auf einen Studienplatz, wenn sie sich nach Studium und Facharztweiterbildung verpflichten, mindestens zehn Jahre in unterversorgten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein“, betonte die Ministerin.

Sieben freie Studienplätze für Pharmazie

Bei einer erhöhten Vorabquote von 10 Prozent gibt es laut Drese in der Humanmedizin etwa 42 Studienplätze, in der Zahnmedizin acht Studienplätze und für Pharmazie sieben Studienplätze pro Jahr im Rahmen des Programms. Für angehende Mediziner:innen stünden zudem neben der Ausrichtung auf Haus- und Kinderärzt:innen je nach regionalem Versorgungsbedarf auch weitere Facharztrichtungen offen. Bei erfolgreicher Bewerbung könnten die angehenden Ärzt:innen und Apotheker:innen dann ihr Studium zum Wintersemester 2026/27 aufnehmen.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sollen folgen. Im vergangenen Jahr war der Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern Zulassungsvoraussetzung zum Medizinstudium per Landarztquote. Jungmediziner:innen mussten dafür nach dem Studium für mindestens fünf Jahre als Arzt auf dem Land oder im öffentlichen Gesundheitsdienst arbeiten.