Linnemann als Gesundheitsminister vereidigt 08.09.2026 10:38 Uhr
Zwar wurde Carsten Linnemann (CDU) bereits seit Ende Juli offiziell zum neuen Gesundheitsminister ernannt, doch erst heute wurde er auch feierlich im Bundestag vereidigt. Damit können nun die Amtsgeschäfte richtig starten – die Aufgabenliste, die ihm Vorgängerin Nina Warken (CDU) hinterlassen hat, ist lang.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nahm Linnemann den Amtseid ab. Dass Amtsübernahme und Vereidigung nun so lange auseinanderlagen, hatte vorab für Kritik gesorgt. Diese Entscheidung habe auch „ganz einfache Kostengründe“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Juli während der parlamentarischen Sommerpause. „Es würde, glaube ich, ein großer Teil der deutschen Öffentlichkeit nicht verstehen, wenn wir 630 Abgeordnete aus den Ferien nach Berlin zurückbeordern müssten, um eine Vereidigung von zwei neuen Bundesministerin vorzunehmen.“
Das Grundgesetz legt in Artikel 64 fest, dass Bundesminister „bei der Amtsübernahme“ den Eid vor dem Bundestag leisten müssen. Der ehemalige Chefjurist des Bundespräsidialamts, Stefan Ulrich Pieper, sagte der „Rheinischen Post“, der saubere Weg wäre, dass die Amts- und Geschäftsübernahme erst dann erfolgt, wenn auch die Vereidigung stattgefunden hat. „Die Amtsgeschäfte ohne Vereidigung zu übernehmen, wäre verfassungsrechtlich unsauber.“
Neben Linnemann wurden heute auch der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger vereidigt.