Gleiches Recht für alle – außer für Kassenchefs 20.04.2026 15:45 Uhr
In großen Worten lobte eine Kasse nach der anderen die Zusage von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), mit Blick auf die Stabilisierung der Beiträge künftig eine „einnahmenorientierte Ausgabenpolitik“ zu fokussieren. Das war schließlich der große Wunsch der Kassenvertreter, den sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit und auf jedem Panel äußerten. Endlich ist das Ziel erreicht: Die Gehälter der Leistungserbringer sollen gedeckelt werden und sich an den grundsätzlichen Einnahmen im System orientieren. Nur wirklich blöd, wenn die Ministerin das nun auch bei den Gehältern der GKV-Vorstände und -Funktionäre fordert. Denn wenn es um die eigene Kohle geht, dann ist einnahmenorientierte Ausgabenpolitik plötzlich keine heilbringende Korrektur, sondern laut GKV-Spitzenverband ein Eingriff in die Rechte der Selbstverwaltung. Ein Kommentar von Lilith Teusch.