GKV-Sprecher: „Apotheken geht es ziemlich gut“ 14.01.2026 12:43 Uhr
Die Zahl der Apotheken bewegt sich in Deutschland weiter kontinuierlich nach unten. Auch wenn der Abschwung nicht ganz so stark war wie im Jahr zuvor, so ist der Trend doch deutlich. Er schlägt sich unter anderem in weiteren Wegen für die Patient:innen nieder oder fällt durch zunehmend mehr Gemeinden ohne eigene Apotheke auf. Der GKV-Spitzenverband gibt trotzdem Entwarnung: Den Apotheken gehe es insgesamt gut.
Abda-Präsident Thomas Preis machte gestern in seinem Statement zum Apothekensterben deutlich: Die ausbleibende Anpassung des Fixums treibt das Apothekensterben weiter voran. „Für immer mehr Apotheken ist ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht mehr darstellbar.“
Das im Koalitionsvertrag versprochene Honorar von 9,50 Euro rückt weiter in die Ferne. „Vor dem Hintergrund weiter anhaltender Apothekenschließungen ist es vollkommen unverständlich, dass die Bundesregierung die Erhöhung des Fixhonorars im laufenden Vorhaben der Apothekenreform gänzlich ausklammert.“
GKV widerspricht Preis
Der GKV-Spitzenverband widerspricht jedoch in einem Statement gegenüber der Nachrichtenagentur AFP – unter anderem aufgegriffen von „Bild“ und „Welt“. „Bei genauer Betrachtung ist die wirtschaftliche Situation der Apothekeneigentümer insgesamt ziemlich gut“, wird GKV-Sprecher Florian Lanz zitiert.
„Da ein Teil der Apothekenvergütung an den Medikamentenpreisen hängt, steigt auch die Vergütung der Apotheken laufend an“, meint Lanz, denn schließlich erhöhe sich der Umsatz so „Jahr für Jahr“.
Stützen würden dies auch die Beschäftigungszahlen: „Trotz der Konkurrenz durch die Versandapotheken arbeiten so viele Menschen wie noch nie in den Apotheken“, so der GKV-Sprecher weiter. Die Zahl der Beschäftigten sei von 139.000 im Jahr 2005 auf 162.000 im Jahr 2024 gestiegen. Die Versorgung sei „nicht weniger geworden, sondern hat sich auf weniger Standorte konzentriert“, so das Fazit.