Im Alter von 55 Jahren

Frei zum Tod von Aiwanger: „Unglaublich traurig“ 05.11.2026 10:14 Uhr aktualisiert am 05.11.2026 10:49 Uhr

Berlin - 

Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat sich bestürzt über den Tod des bayerischen Vize-Regierungschefs und Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (Freie Wähler) geäußert. Aiwanger sei „ein vergleichsweise junger Mann“ gewesen, der „von einer Sekunde auf die nächste tot“ gewesen sei, sagte der CDU-Politiker in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv. „Und deswegen ist es natürlich vor allen Dingen eine menschliche Tragödie für seine Frau, für seine Kinder, für die Familie. Und es ist ein schreckliches Ereignis, persönlich unglaublich traurig.“

Der 55 Jahre alte Aiwanger war am Mittwoch leblos in einem Hotel in Berlin-Mitte gefunden worden, nachdem er tagsüber wegen gesundheitlicher Probleme einen Termin nicht wahrgenommen hatte. Die Polizei ermittelt, eine Obduktion der Leiche wird voraussichtlich erfolgen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

Die Mordkommission ermittelt wegen der Bedeutung des Falls und um ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen. Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Frei sagte weiter, dass man als Politiker sicherlich manche körperlichen Warnzeichen überhöre. „Politik als Beruf ist ja jetzt nichts, wo man sich Krankheitsfehlzeiten leisten könnte, in der Regel.“ Deshalb habe man es in diesem Bereich mit vielen körperlich robusten Menschen zu tun. Ein Fall wie Aiwanger sei „ein sehr einschneidendes Ereignis, weil man spürt: Das sind Menschen, die sind verwundbar auch.“

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) äußerte sich zum Tod Aiwangers: „Die Nachricht vom Tod von Hubert Aiwanger hat mich tief erschüttert. Ich bin dankbar für die gemeinsame Zeit, gerade für den Austausch in der Wirtschafts- und in der Energieministerkonferenz. Hubert Aiwanger war ein streitbarer Kopf, aber immer ehrlich und nie um ein offenes Wort verlegen. Er stand für Verlässlichkeit: Bei ihm wusste man immer, woran man ist. Das habe ich sehr geschätzt, auch dann, wenn wir in der Sache mal unterschiedlicher Meinung waren. Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Ihnen wünsche ich in diesen schweren Stunden viel Kraft.“