Donner: „Finger weg vom Kassenabschlag!“ 27.04.2026 13:05 Uhr
Auch die Apothekerschaft soll zur Stabilisierung der GKV-Finanzen zur Kasse gebeten werden. Im Referentenentwurf des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes ist vorgesehen, dass der Abschlag zugunsten der GKV auf 2,07 Euro erhöht werden soll. Der Kammerpräsident der Sächsischen Apothekerkammer Göran Donner wendet sich in einem Schreiben an die Kammermitglieder.
„Sicher verfolgen Sie die Meldungen zur Gesetzgebung im Gesundheitsbereich, die aktuell in verschiedenen Medien und Portalen in rascher Abfolge veröffentlicht werden. Ich kann mich ehrlich gesagt an keine vergleichbare Nachrichtendichte in den vergangenen Jahrzehnten erinnern, es fällt schwer, den Überblick zu behalten“, leitet Donner ein. Aktuell scheine es so zu sein, dass sowohl eine Verordnung zur Steigerung des Fixums als auch das Spargesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) diskutiert werden; daneben stehen die Reformen aus dem Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG), die Neuregelungen des Notfallgesetzes sowie weitere Gesundheitsthemen im Raum.
„Es gibt im Moment keine Ergebnisse zu verkünden“, stellt Donner klar. Statt Handfestem würden Gerüchte das politische Berlin bestimmen. Es wundere ihn nicht, wenn parteipolitische Überlegungen eine Verordnung gegen die andere ausspielen. Alles in allem befinde sich die Apothekerschaft in einer unbefriedigenden Situation, dennoch herrsche sowohl bei der Abda als auch bei ihm selbst eine optimistische Grundstimmung vor.
„Wir führen unzählige Gespräche auf allen Ebenen – von der Ministerin über die Staatssekretäre bis hin zu den verantwortlichen Mitarbeitern im BMG“, berichtet er. Man habe auch die Verantwortlichen im Sächsischen Landtag angesprochen und werde kurzfristig die zuständige Ministerin Petra Köpping (SPD) treffen. „Die Gespräche sind konstruktiv und positiv begleitend, ohne auch nur einen Millimeter von unseren Forderungen abzuweichen: Erhöhung des Fixums sofort und Finger weg vom Kassenabschlag!“