Mehrwertsteuersenkung

DGVP fordert 7 Prozent auf Medikamente APOTHEKE ADHOC, 18.10.2007 15:36 Uhr

Berlin - 

Die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V. (DGVP) fordert einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Medikamente, Medizinprodukte und Medizintechnik. Als Mitunterzeichner der „Düsseldorfer Erklärung“ spricht sich die DGVP für einen Steuersatz von 7 Prozent aus. Apotheker- und Ärzteschaft, Sozialverbände, Krankenkassen und Verbände der pharmazeutischen Industrie hatten diese Forderung Ende September gemeinsam aufgestellt. Danach könne das Gesundheitswesen jährlich um 2,5 Milliarden Euro entlastet werden.

Die Anpassung des Steuersatzes sei auch im internationalen Vergleich längst überfällig, kritisiert die DGVP. In den meisten Staaten der Europäischen Union würden Arzneimittel nicht oder deutlich geringer besteuert als in Deutschland. Wenn für Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Kartoffeln, Milch, Zucker und Salz berechtigterweise ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz gelte, müsse dieser Maßstab auch für Arzneimittel angelegt werden, fordert DGVP-Präsident Wolfram-Arnim Candidus.