Hubmann warnt

„Chronische Unterfinanzierung“ der Apotheken 05.05.2026 08:06 Uhr

Berlin - 

62 Apotheken haben in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres geschlossen. Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Dr. Hans-Peter Hubmann, macht die fehlende Honorierung dafür verantwortlich. 

Hubmann sagte: „Die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ist zwar weiterhin gesichert, aber lange kann es so nicht mehr weitergehen.“ Jede geschlossene Apotheke bedeute weitere Wege für tausende Patienten. Der seit Jahren anhaltende Rückgang der Apothekenzahl sei nur selten auf individuelle Fehlentscheidungen oder intensiveren Wettbewerb zurückzuführen, sondern begründet in einer „chronischen Unterfinanzierung“ der Apotheken.

Nur wenige Neueröffnungen

16.601 Betriebe gab es noch zum Jahresanfang, bis zum 31. März ist die Anzahl an Betrieben bundesweit auf 16.533 gesunken. In insgesamt 14 der 17 Kammerbezirke ist seit Beginn des Jahres ein weiterer Rückgang der Anzahl an Betrieben zu verzeichnen.

Im Saarland, in Hamburg und in Bremen hat sich die Anzahl an Betrieben seit Jahresbeginn nicht verändert. Im Saarland und in Bremen gab es nach Kammerangaben keine Schließungen oder Neueröffnungen, in Hamburg eine Schließung und eine Neueröffnung.

Der Rückgang in den anderen Kammerbezirken bewegt sich überwiegend im einstelligen Bereich. Lediglich in Baden-Württemberg ist mit 11 Betrieben ein Rückgang im zweistelligen Bereich zu verzeichnen.

Neueröffnungen bleiben eine Seltenheit: In knapp der Hälfte der Kammerbezirke – Brandenburg, Bremen, Hessen, Westfalen-Lippe, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – hat es seit Anfang des Jahres keine einzige Neueröffnung gegeben.