Britta Müller

Brandenburg: Gesundheitsministerin verabschiedet sich 17.03.2026 10:05 Uhr

Berlin - 

In Brandenburg hat sich die Regierung neu formiert: Statt dem BSW regiert künftig die CDU zusammen mit der SPD. Die zunächst parteilose Britta Müller, die später ins BSW ein- und wieder austrat, zieht nach ihrer anderthalbjährigen Amtszeit als Gesundheits- und Sozialministerin eine positive Bilanz. „Trotz der kurzen Zeit wurden wichtige Konflikte gelöst, Reformen angestoßen und neue Strukturen geschaffen“, heißt es in einer Mitteilung. Müller hätte gerne weitergemacht.

„Ich hätte dieses Amt gern weiter ausgeübt und weiterhin gemeinsam mit vielen engagierten Partnerinnen und Partnern wichtige Probleme für die Brandenburgerinnen und Brandenburger gelöst – nah bei den Menschen und ihren Sorgen. Für mich ist die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung vor Ort elementar für unsere Demokratie“, so Müller. Sie erhält heute Mittag ihre Entlassungsurkunde.

„Mit ihren Initiativen und Reformimpulsen hat Britta Müller gesundheitspolitische Spuren in Brandenburg hinterlassen“, heißt es aus ihrem Ministerium. Viele der angestoßenen Projekte würden die Gesundheits- und Sozialversorgung im Land auch künftig prägen. Müller habe besonderen Wert darauf gelegt, akute Konflikte im Gesundheitswesen zu entschärfen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Beispielsweise habe man im Streit zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern um die Finanzierung von Krankenfahrten deeskaliert – der Notruf 112 bleibt kostenfrei.

Mit ihrer neuen Poliklinik-Förderrichtlinie habe sie die Grundlage geschaffen, innovative und sektorenübergreifende Versorgungsmodelle aufzubauen –„stambulant“, wie Müller es bezeichnete. Ziel sei eine moderne, stärker vernetzte Gesundheitsversorgung nah bei den Menschen sowie das Konzept einer „Poliklinik deluxe“. Auch für den Kinderschutz habe sie sich während ihrer Amtszeit auseinandergesetzt, Kinderschutzambulanzen sollen hier künftig einen großen Beitrag leisten.

„Mit dem Ausbau des Pakts für Pflege und neuen Förderinstrumenten für Pflege vor Ort wurden Kommunen gestärkt, um pflegebedürftige Menschen besser in ihrem häuslichen Umfeld unterstützen zu können“, heißt es weiter, ein Baustein sei die Nachbarschaftshilfe. Weiterhin gehörten Projekte zur besseren Versorgung von Menschen mit Long Covid und ME/CFS, Impfkampagnen zur Stärkung des Gesundheitsschutzes sowie Programme zur Unterstützung von Familien und zur Bekämpfung von Kinderarmut zu den Themen Müllers.

Statt Müller wird der bisherige Innenminister René Wilke (SPD) neuer Gesundheitsminister.