Blutdruckmessgeräte

BKK Mobil Oil sucht exklusive Partner APOTHEKE ADHOC, 04.11.2017 08:24 Uhr

Berlin -

Versorgung ja, nein, vielleicht – ist ein Hilfsmittel verordnet, müssen Apotheken die einzelnen Verträge der Krankenkassen genau im Blick haben. Wenn die Kasse exklusive Partner hat, ist die Apotheke raus. Die BKK Mobil Oil schreibt aktuell Blutdruckmessgeräte aus.

An der Apotheke vorbei versorgt die BKK Mobil Oil ihre Versicherten mit Blutdruckmessgeräten. Das ist zwar nicht neu, denn bereits seit 1. Januar 2015 dürfen nur die Ausschreibungsgewinner Versicherte mit Hilfsmitteln der Produktgruppe 21.28.01 versorgen. Wer ein Rezept vom Arzt erhält, kann die Verordnung an die Kasse schicken oder sich direkt an den Vertragspartner wenden.

Aktuell werden halbautomatische Geräte zur Oberarmmessung von der Firma Boncura geliefert. Vollautomaten für Oberarm und Handgelenk erhalten die Versicherten von Dia plus minus. Die Ausschreibung für Blutdruckmessegräte für Kinder hat RMC Stolze gewonnen.

Die öffentliche Ausschreibung für neue Vertragspartner läuft noch. Start der neuen Verträge wird der 1. Januar 2018 sein. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2019. Versicherte der BKK Mobil Oil sollen deutschlandweit mit Blutdruckmessgeräten inklusive Zubehör versorgt werden. Ausgeschrieben sind vier Lose: Halbautomaten zur Oberarmmessung, Vollautomaten zur Oberarmmessung, vollautomatische Blutdruckmessgeräte zur Handgelenkmessung und als viertes Los Blutdruckmessgeräte für Kinder. Die Angebotsfrist läuft am 6. November 13 Uhr ab.

Exklusivverträge für Hilfsmittel sind keine Seltenheit. Die BKK Mobil Oil setzt bereits seit Oktober 2014 für CoaguChek XS auf einen Ausschreibungsgewinner. Die DAK hat einen zentralen Versorger für Inhalatoren: Philmed versorgt bereits seit 2012 die Versicherten mit entsprechenden Geräten. Ohne Aufzahlung erhalten die Patienten MidiNeb Nebby oder Airforce One. Lediglich die gesetzliche Zuzahlung muss an den Dienstleister gezahlt werden. Wer einen speziellen Produktwunsch hat und beispielsweise einen Pari Compact verlangt, zahlt 119 Euro dazu.

„Wenn der Auftrag werktags bis 17 Uhr bei Philmed eingeht, wird Ihr Gerät noch am selben Tag verschickt“, wirbt die DAK auf ihrer Homepage. Vorteile und lobende Worte gibt es für den Ausschreibungsgewinner. „Unsere Genehmigung für die Kostenübernahme Ihres Inhalationsgeräts stellen wir Philmed sofort zu, so dass es nicht zu Verzögerungen kommt.“

Und: „Sie können den Versandstatus online verfolgen.“ Eine Bestellung kann jedoch auch telefonisch, per Fax oder über den Kostenträger erfolgen. Verfolgt man die Seite weiter, führt die Krankenkasse auf: „Den Liefertermin sprechen Sie individuell mit Philmed ab.“ Dass die Versorgung aus Jena nicht immer lückenlos klappt, zeigte ein Fall aus dem April.