„Die Zukunft der Pflege entsteht vor Ort“

Bayern: 10,5 Millionen Euro Pflege-Förderung im Jahr 2025 12.01.2026 10:30 Uhr

Berlin - 

Bayern hat die wohnortnahe Pflege im vergangenen Jahr mit mehr als 10,5 Millionen Euro gefördert. Das Förderprogramm „Gute Pflege in Bayern – GutePflegeFöR“ habe 2025 maßgeblich zur Verbesserung der Pflegestrukturen beigetragen, erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Insgesamt seien 34 Förderbescheide bewilligt worden.

„Mit ‚Gute Pflege. Daheim in Bayern‘ unterstützen wir gezielt innovative und dezentrale Lösungen. Ich freue mich, dass sich so viele Kommunen auf den Weg machen und die pflegerische Versorgung vor Ort aktiv gestalten. Sie wissen am besten, was benötigt wird – und wir geben ihnen die Mittel und die Flexibilität, um genau diese Lösungen umzusetzen“, so die Ministerin.

Die Fördermittel seien in Projekte zur kommunalen Vernetzung, zur Einrichtung von Pflegekonferenzen und Pflegekrisendiensten sowie zur Etablierung von „GutePflege-Lotsen“ geflossen, die als niedrigschwellige Ansprechpartner tätig sind. Die Bescheide gingen an Landkreise und Gemeinden in fast allen Regierungsbezirken. Besonders hoch fiel die Förderung demnach unter anderem in der oberfränkischen Stadt Kronach (rund 2,8 Millionen Euro), in der oberbayerischen Stadt Rosenheim (rund 1,1 Millionen Euro), in München (knapp 650.000 Euro), in der mittelfränkischen Stadt Roth (über 420.000 Euro), im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen (über 228.880 Euro) und im oberpfälzischen Parsberg (beinahe 200.000 Euro) aus.

Bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr

Rund 83 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Bayern würden zu Hause betreut und versorgt, erinnerte Gerlach. Um diese Versorgung zu unterstützen, stelle der Freistaat im Programm „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ jährlich bis zu 20 Millionen Euro bereit.

„Viele Menschen wünschen sich, so lange wie möglich zu Hause bleiben zu können. Diesem Wunsch wollen wir Rechnung tragen. Unser Ziel ist es, die Kommunen so auszustatten, dass sie passgenaue Lösungen entwickeln können – für jede Lebenslage, jedes Umfeld und jede Familie“, sagte Gerlach. „Die Zukunft der Pflege entsteht vor Ort – in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten. Wenn wir Netzwerke stärken, profitieren pflegebedürftige Menschen aller Altersgruppen.“