Rezepte

Apotheker bilden Ärzte fort APOTHEKE ADHOC, 27.02.2014 11:47 Uhr

Vermeidbare Probleme: In Sachsen-Anhalt hat Kammervize Dr. Lars Mohrenweiser Ärzte über Fallen bei der Ausstellung von Rezepten informiert. Foto: Apothekerkammer Sachsen-Anhalt
Berlin - 

Die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt will Ärzte beim korrekten Ausstellen von Rezepten unterstützen. Vizepräsident Dr. Lars Mohrenweiser, selbst Apotheker und Arzt, informierte bei einer Fortbildungsveranstaltung angehende Fachärzte für Allgemeinmedizin über typische Probleme in der Offizin, die im Zusammenhang mit Verordnungen auftauchen.

Mohrenweiser gab einen Überblick zu den Themen Aut-idem, Substitution, Rabattverträge, BTM- und T-Rezepte. Auch über Reimporte und die Importquote wurde gesprochen: „Viele Ärzte wissen nicht, dass wir per Gesetz verpflichtet sind, die preisgünstigsten Medikamente abzugeben“, so der Kammervize. Oft sei den Ärzten auch unbekannt, dass manche Reimporte teurer seien als das Original.

Im Alltag komme es zu vielen vermeidbaren Problemen, etwa weil der Arzt ein Antibiotikum ohne Angabe der Dosierung und Einnahmedauer verordne. Mit einem Hinweis auf die Reichweite könne der Apotheker von diesem Austausch bei Rabattverträgen absehen. Fehle dieser Vermerk auf dem Rezept, müsse sich der Apotheker telefonisch in der Praxis versichern – was letztlich beide Seiten Zeit koste.

Die praxisnahen Erläuterungen seien gut angekommen, eine weitere Fortbildung sei schon geplant, teilte die Kammer mit. Die Kooperation mit der Ärztekammer, die Mohrenweiser eingeladen hatte, soll fortgesetzt werden: „Schließlich profitieren beide Seiten davon. Wir setzen uns für ein Miteinander im Sinne der Therapietreue für unsere Patienten ein“, so der Kammervize. Er hofft, das die angehenden Fachärzte das Fachwissen der Apotheker rund um das Rezept mit in ihren Berufsalltag nehmen.