APOTHEKE ADHOC Umfrage

Apotheker gespalten bei „Pille danach“ APOTHEKE ADHOC, 07.05.2012 12:17 Uhr

Berlin - 

Im Ausland ist es bereits üblich, dass Apotheken die „Pille danach“ ohne Rezept abgeben. Und auch in Deutschland gibt es Initiativen, Notfallkontrazeptiva aus der Verschreibungspflicht zu entlassen. Der Bremer Gesundheitssenat versucht dies seit mehr als einem Jahr, bislang erfolglos. Denn in den Bundesländern herrscht Uneinigkeit. Und auch die Apotheker sind gespalten: Bei einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC stimmte eine Hälfte für die Entlassung aus der Rezeptpflicht, die andere Hälfte dagegen.

 

31 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass die Apotheken die Abgabe von Notfallkontrazeptiva übernehmen könnten. 19 Prozent waren der Meinung, dass das Apothekenpersonal für diese Aufgabe speziell geschult werden muss.

Die Entlassung von Notfallkontrazeptiva aus der Rezeptpflicht lehnten 48 Prozent der Teilnehmer ab: 38 Prozent meinten, dass aus medizinischer Sicht immer ein Arzt entscheiden müsse. 10 Prozent äußerten ethische Bedenken gegen eine Freigabe. 2 Prozent hatten keine Meinung zu dem Thema.

Aus den Kommentaren auf APOTHEKE ADHOC wird deutlich, dass die Apotheker besonders bei der Beratung zu Notdienstzeiten Probleme sehen. Weiterhin wird gefordert, dass diese spezielle Beratungsleistung honoriert werden müsse.

An der Umfrage nahmen am 4. und 5. Mai insgesamt 272 Nutzerinnen und Nutzer von APOTHEKE ADHOC teil.