AOK-Chefposten: Reimann kandidiert nicht wieder 28.10.2026 13:32 Uhr
Dr. Carola Reimann wird Ende 2027 aus ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes ausscheiden. Aus persönlichen Gründen werde sie ihren Vertrag nicht verlängern.
„Ich werde nach sechs Jahren nicht noch einmal für den Geschäftsführenden Vorstand im AOK-Bundesverband kandidieren. Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, denn für die AOK-Gemeinschaft und den AOK-Bundesverband zu arbeiten, ist eine der schönsten Aufgaben im deutschen Gesundheitswesen“, erklärt die 59-Jährige. Bis zum Vertragsende werde sie ihre Tätigkeit unverändert wahrnehmen.
Reimann, die seit Januar 2022 Vorstandsvorsitzende ist und deren Vertrag noch bis Ende 2027 läuft, hat ihre Entscheidung den zuständigen Gremien und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AOK-Bundesverbandes bereits mitgeteilt. Die Entscheidung ermöglicht eine frühzeitige und zügige Nachfolgeplanung sowie einen nahtlosen Übergang.
„Wir bedauern diese Entscheidung“, so die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Susanne Wagenmann (Arbeitgeberseite) und Lutz Schäffer (Versichertenseite) in einer ersten Reaktion. Über die weiteren Schritte werden nun die zuständigen Gremien beraten.
Reimann war aus der Politik ins Kassenlager gewechselt: Im Jahr 2000 war sie als Nachrückerin in den Bundestag eingezogen und beinahe 17 Jahre lang Mitglied des Gesundheitsausschusses gewesen, in der Legislaturperiode von 2009 bis 2013 sogar als Vorsitzende. Im November 2017 hatte sie ihr Bundestagsmandat niedergelegt, um Gesundheitsministerin in Niedersachsen zu werden. Am 1. März 2021 war sie vom Amt zurückgetreten, damals hatte sie gesundheitliche Gründe angegeben. Ein Jahr später trat sie als AOK-Chefin an.