Absichtserklärung

Allianz gegen Pharmawerbung APOTHEKE ADHOC, 30.09.2008 14:38 Uhr

Berlin - 

Nachdem Deutschlands Pharmazeuten bereits vor zwei Wochen zum Deutschen Apothekertag in München eine „Resolution zur unabhängigen Patienteninformation“ verabschiedet hatten, sprechen sich nun die wichtigsten Verbände im Gesundheitswesen gemeinsam für einen Schutz der Verbraucher und Patienten vor werblichen Informationen über Nutzen und Risiken verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus.

Bereits seit April beschäftigen sich Ärzte, Wissenschaftler und Apotheker gemeinsam unter anderem mit dem Thema Patienteninformation. Jetzt unterzeichneten die Verbände und Institutionen eine gemeinsame Absichtserklärung. Darin heißt es: „Die Entscheidung über den Einsatz dieser Arzneimittel soll unbelastet durch äußere Einflüsse im Einvernehmen zwischen den Patienten und den Angehörigen dazu befähigter Heilberufe erfolgen.“

In der Erklärung wurde der weitere Bedarf für eine „abgestimmte, objektive und unabhängige Patienteninformation, insbesondere zu verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Deutschland“ bekräftigt. In einem ersten Schritt wurde als gemeinsames Ziel vereinbart, die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln und ein konkretes Projekt zu einer unabhängigen, seriösen und konstruktiven Arzneimittelinformation für Patienten vorzulegen. Die Zielrichtung dieser Absichtserklärung wird auch vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt.

Die Erklärung wurde unterzeichnet von:
ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Arbeitsgemeinschaft Gesundheitswissenschaften Universität Hamburg
Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK)
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (äzq)
Bundesärztekammer (BÄK)
Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)
Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
Verband der privaten Krankenversicherung
Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV)