Medikamentenmissbrauch

ABDA, ADAC und DOSB kooperieren APOTHEKE ADHOC, 01.02.2011 15:21 Uhr

Berlin - 

Die Apotheker verstärken ihre Bemühungen gegen Medikamentenmissbrauch. Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem ADAC hat die ABDA eine Aufklärungskampagne gestartet. Ziel der drei Organisationen ist es, die Gesellschaft verstärkt auf die Gefahren der falschen Anwendung von Arzneimitteln hinzuweisen.

Mehr als 1, 5 Millionen Deutsche sind dem Bündnis zufolge von Arzneimitteln abhängig. Insbesondere zur Steigerung der Leistungsfähigkeit werden laut DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach Medikamente falsch eingenommen. „Medikamentenmissbrauch im Breitensport verstößt gegen den Grundsatz der Fairplay und gefährdet die eigene Gesundheit.“

Der ADAC will seine 17 Millionen Mitglieder verstärkt auf die Gefahren von Arzneimitteln im Straßenverkehr hinweisen: „Wenn Autofahrer bei Erkältungskrankheiten in Eigenregie Medikamente einnehmen und diese auch noch zu hoch dosieren, kann das durchaus zu Fahruntüchtigkeit führen.“, so ADAC-Präsident Peter Meyer.

Die Apotheker wollen helfen, Fälle von Arzneimittelmissbrauch zu erkennen und zu verhindern. „Apothekerinnen und Apotheker können insbesondere wegen ihres pharmazeutischen Wissens einen wichtigen Beitrag zur Kooperation leisten“, erklärt ein ABDA-Sprecher.

Für den 3. November ist ein Symposium geplant, auf dem die drei Partner aktuelle Trends analysieren und geeignete Strategien zur Bekämpfung des Missbrauchs erörtern wollen. „Derzeit entwickeln wir gemeinsam mit dem DOSB und dem ADAC weitere konkrete Maßnahmen“, so der ABDA-Sprecher.

Ende des vergangenen Jahres hatte es erste Gespräche zwischen ABDA, ADAC und DOSB gegeben. „Unser Ziel war es, einen möglichst breiten gesellschaftlichen Ansatz zu finden. Alle drei Organisationen haben enorme Mitgliederzahlen und erreichen eine breite Masse unserer Gesellschaft“, so der ABDA-Sprecher. Das Bündnis will nun weitere Interessenvertreter für die Aufklärungskampagne gewinnen: „Wir könnten uns gut vorstellen, dass sich beispielsweise Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände mit uns engagieren“.