Trixeo: Neue Wirkstärke gegen Asthma 30.10.2026 13:25 Uhr
AstraZeneca bringt Trixeo in neuer Zusammensetzung auf den Markt. Konkret ist mehr Glycopyrronium enthalten, sodass die Anwendung bei Asthma möglich ist.
Trixeo wird eingesetzt als Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit moderater bis schwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die mit einer Kombination aus einem inhalativen Kortikosteroid und einem langwirksamen Beta-2-Agonisten oder einer Kombination aus einem langwirksamen Beta-2-Agonisten und einem langwirksamen Muskarinrezeptor-Antagonisten nicht ausreichend eingestellt sind.
Enthalten sind 5 µg Formoterol, 7,2 µg Glycopyrronium und 160 µg Budesonid.
Neu ist eine Variante mit doppelt so viel Glycopyrronium, wobei insgesamt die doppelte Menge verabreicht wird: Die für Asthma zugelassene Dosierung umfasst also 10 µg Formoterol, 28,8 µg Glycopyrronium und 320 µg Budesonid pro Dosis. Die Dosierung für die COPD-Indikation bleibt unverändert.
Diese optimierte LAMA-Dosis wird eingesetzt als Erhaltungstherapie bei Patienten im Alter von 12 Jahren und älter mit Asthma, die mit einer Kombination aus einem mitteldosierten inhalativen Kortikosteroid (ICS) in mittlerer Dosierung und einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) nicht ausreichend kontrolliert sind – unabhängig davon, ob im Vorjahr eine Exazerbation aufgetreten ist.
Es ist laut Hersteller in der EU die erste und einzige Fixdosis-Dreifachkombination in einem Einzelinhalator.
Das enthaltene Budesonid verfügt als Glukokortikoid über dosisabhängige, antiinflammatorische Wirkungen. Glycopyrronium zählt zu den Muskarin-Rezeptor-Antagonisten: Durch Hemmung des M3-Rezeptors der glatten Muskulatur in den Atemwegen führt die Substanz zu einer Bronchodilatation. Formoterol, ein selektiver Beta-2-Adrenozeptor-Agonist, führt nach der Inhalation zu einer schnellen und langanhaltenden Relaxation der glatten Bronchialmuskulatur. Die Wirkung tritt bereits nach wenigen Minuten ein und soll bis zu zwölf Stunden anhalten.
Die empfohlene und maximale Dosis beträgt zwei Sprühstöße zweimal täglich (zwei Sprühstöße am Morgen und zwei Sprühstöße am Abend). Häufige unerwünschte Wirkungen sind Pneumonie, Harnwegsinfektionen, orale Candidose, Hyperglykämie, Angstzustände, Insomnie, Kopfschmerzen, Palpitationen, Dysphonie, Husten, Übelkeit und Muskelspasmen.