Shingrix kommt als Fertigspritze 16.04.2026 13:07 Uhr
Der Herpes Zoster-Totimpfstoff (Shingrix, GSK) ist nun als Fertigspritze erhältlich. In der Übergangsphase wird die Vakzine parallel als Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension sowie als Fertigspritze ausgeliefert.
Die Fertigspritze kommt mit Luer-Lock-System und kann ohne vorherige Rekonstitution angewendet werden. Damit können Arbeitsabläufe beschleunigt und potenzielle Anwendungsfehler vermieden werden. Die Fertigspritze wird bei 2 bis 8 Grad gelagert und hat eine Haltbarkeit von drei Jahren. Außerhalb des Kühlschranks ist der Impfstoff vor Gebrauch bis zu 72 Stunden bei 8 bis 37 Grad stabil.
Bestehende Lagerbestände der herkömmlichen Darreichungsform – Pulver und Suspension zur Herstellung einer Suspensionslösung – werden zuerst ausgeliefert, so dass eine kurze Übergangsphase mit paralleler Verfügbarkeit möglich ist, teilt GSK mit.
Eine Gürtelrose verursacht starke Schmerzen und einen Ausschlag aus Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Auslöser sind Herpesviren vom Typ Varizella zoster. Windpocken gelten als Erstinfektion. Kommt es aus unterschiedlichen Gründen wie Stress, UV-Strahlung, einem schwachen Immunsystem oder höherem Alter zu einer Reaktivierung, tritt erneut ein Ausschlag aus Bläschen auf der Haut auf – die lokal begrenzte Gürtelrose.
Zum Schutz kommt eine Impfung infrage. Diese wird jedoch bisher frühestens ab einem Alter von 50 Jahren empfohlen – sofern ein erhöhtes Risiko für eine gesundheitliche Gefährdung vorliegt. Eine Immunisierung gemäß Stiko-Empfehlung mit dem adjuvantierten Totimpfstoff Shingrix ist dabei Pflichtleistung der Kassen.
Die Stiko-Expert:innen haben vor Kurzem eine neue Impfempfehlung gegen Gürtelrose ausgesprochen. Diese wird auf alle Personen ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko für eine Herpes zoster (HZ)-Erkrankung ausgeweitet, wie es im Epidemiologischen Bulletin (45/2025) heißt. Durch die Erweiterung der Impfempfehlung gegen Gürtelrose sollen die Infektionszahlen verringert sowie Komplikationen wie Rezidive oder die postherpetische Neuralgie verhindert werden.
Weiterhin gilt: Die Standardimpfung erfolgt mit zwei Impfstoffdosen zu je 0,5 ml im Abstand von zwei bis sechs Monaten. Der Schutz besteht dabei für bis zu zehn Jahre. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind – mit Ausnahme eines geringfügig erhöhten Risikos für ein Guillain-Barré-Syndroms in 3 Fällen pro 1 Million verabreichter Impfstoffdosen – nicht zu erwarten.