Rote-Hand-Brief

Leberkrankung unter Revlimid APOTHEKE ADHOC, 10.12.2012 15:11 Uhr

Neue Nebenwirkung: Revlimid kann schwere Leberschäden verursachen. Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin - 

Bei Patienten, die mit dem Krebsmedikament Revlimid

(Lenalidomid) behandelt werden, können schwere Leberschäden mit

teilweise tödlichen Ausgang auftreten. Der Hersteller Celgene weist darauf in

einem Rote-Hand-Brief hin.

Berichte über akutes Leberversagen, toxische Hepatitis, zytolytische Hepatitis, choleasistische Hepatitis und gemischte zytolytische/choleastische Hepatitis wurden Celgene zufolge gemeldet. Der genaue Pathomechanismus der schweren Nebenwirkung ist bislang ungeklärt.

Ärzte sollten die Leberwerte der Patienten regelmäßig kontrollieren. Bereits bestehende hepatische Erkrankungen oder vorangegangene virale Lebererkrankungen könnten die Hepatotoxizität des Präparats erhöhen, so der Hersteller.

Revlimid wird in Kombination mit Dexamethason zur Behandlung des multiplen Myeloms eingesetzt. Die Ausscheidung erfolgt über die Niere. Die Dosierung muss bei Patienten mit Nierenschäden entsprechend angepasst werden.