Reduktasehemmer

Prostatakrebs unter Prostatamittel APOTHEKE ADHOC, 10.06.2011 15:26 Uhr

Berlin - 

5-alpha-Reduktasehemmer wie Finasterid (Propecia, MSD) und Dutasterid (Avodart/Duodart, GlaxoSmithKline) erhöhen nach Angaben der US-Arzneimittelbehörde FDA das Risiko für Prostatakarzinome. Die Mittel, die zur Behandlung benigner Prostatahyperplasie eingesetzt werden, erhalten daher neue Warnhinweise in der Fachinformationen. Ärzte sollen Nutzen und Risiko genau abwägen.

Die FDA hatte zwei große Studien ausgewertet, bei denen Reduktasehemmer mit Chemotherapeutika verglichen worden waren. Während die Zahl der Diagnosen auf Prostatakrebs insgesamt zwar reduziert werden konnte, traten vermehrt aggressive Tumoren auf. Einige Forscher vermuten aber, dass Finasterid nicht selbst zu bösartigen Geschwüren führt, sondern diese lediglich leichter diagnostiziert werden konnten.