Prostatakrebs: Nubeqa senkt Metatasen-Risiko spürbar 26.10.2026 13:12 Uhr
Bayers Medikament Nubeqa senkt das Risiko für Metastasen bei Prostatakrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko nach Unternehmensangaben spürbar. Eine Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP mit dem Wirkstoff Darolutamid (Handelsname Nubeqa) habe nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 3,8 Jahren im kombinierten primären Endpunkt eine Verringerung des Risikos für Metastasen oder Tod (MFS-CI) um 58 Prozent im Vergleich zu Placebo gezeigt, teilte Bayer mit. Dabei erhielten beide Behandlungsgruppen – also die Darolutamid- und die Placebo-Gruppe – begleitend eine Hormonentzugstherapie (ADT) und eine Strahlentherapie.
„Diese neuen Daten unterstreichen das Potenzial von Darolutamid, Patienten bereits in früheren Phasen ihrer Prostatakrebserkrankung einen relevanten Nutzen zu bieten“, sagte Christine Roth, Mitglied des Pharma-Führungsteams von Bayer.
Die gezeigte Wirksamkeit sei vielversprechend, allerdings auch eher eine Bestätigung des Bekannten als eine Disruption, heißt es von Analysten; mit Nubeqa für den Einsatz bei Patient:innen mit lokalisiertem Prostatakrebs und sehr hohem Rezidivrisiko eröffne sich ein weiterer Wachstumstreiber für Bayer. Nubeqa könne somit nun noch mehr Umsatz generieren als bisher; zusätzliche Erlöse von einer Milliarde Euro seien möglich – 2030 sei damit ein Nubeqa-Umsatz von gut 6 Milliarden Euro machbar.
Nubeqa ist in Kombination mit ADT in vielen Ländern bereits zur Behandlung von Prostatakrebs zugelassen. Der Umsatz mit dem noch jungen Medikament ist seit Einführung sehr stark gewachsen. Im ersten Halbjahr 2026 war es mit einem Wachstum um mehr als die Hälfte auf gut 1,6 Milliarden Euro das umsatzstärkste Medikament der Leverkusener.