Kombi-Impfung gegen Covid und Grippe 27.02.2026 16:44 Uhr
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für den ersten Kombi-Impfstoff gegen Corona und Grippe. Der Wirkstoff solle für Menschen ab 50 Jahren zugelassen werden, teilte die Behörde in Amsterdam mit.
Offiziell muss nun die EU-Kommission diese Zulassung erteilen. Das aber gilt als Formsache. Nach der Zulassung durch die EU-Kommission entscheiden die einzelnen Mitgliedstaaten, ob sie das Präparat anbieten wollen.
Bewährte Impfstoffe
Der Wirkstoff mCombriax des US-amerikanischen Herstellers Moderna wirkt nach Angaben der EMA wie andere Impfstoffe auch. Er bereitet den Körper gegen eine mögliche Virus-Infektion vor: Das Präparat enthält auf mRNA-Basis Bausteine, um das Corona-Virus und auch drei Typen von Influenza abzuwehren. Die Impfstoffe, die nun kombiniert wurden, sind bereits vor einigen Jahren zugelassen worden.
Sowohl Grippe als auch Covid-19 können vorwiegend die Atemwege treffen mit ähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen und Schüttelfrost. In den meisten Fällen verlaufen die Infektionen milde. Doch gerade für ältere Menschen und solche mit einem geschwächten Immunsystem können sie gefährlich sein. Bisher konnten sie sich jährlich davor mit zwei getrennten Impfungen schützen. Eine Kombiimpfung kann eine Entlastung für das Gesundheitssystem sein.
Wirkung erwiesen
Die EMA weist darauf hin, dass Studien mit 8000 Menschen über 50 Jahre die Wirksamkeit bewiesen hätten. So zeigten diejenigen Personen, die mit dem Kombi-Präparat geimpft worden waren einen ebenso hohen Schutz auf wie die Vergleichsgruppe, der zwei separate Impfstoffe injiziert worden waren.
Mögliche Nebenwirkungen der Impfung sind der EMA zufolge Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber. Diese Beschwerden könnten zwei oder drei Tage anhalten.
„Wir begrüßen die positive CHMP-Stellungnahme für mCombriax, die einen wichtigen Schritt im europäischen Zulassungsverfahren für unseren kombinierten Influenza plus Covid-19-Impfstoff darstellt“, berichtet Andreas Pollner, Geschäftsführer von Moderna Germany. „Wir haben zahlreiche Anfragen bezüglich der Verfügbarkeit erhalten, was auf ein starkes medizinisches und gesundheitspolitisches Interesse in Deutschland hindeutet. Nach der positiven CHMP-Stellungnahme sind wir entschlossen, eng mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um – vorbehaltlich der Entscheidung der Europäischen Kommission und nationaler Verfahren – eine zeitnahe Empfehlung und einen breiten Zugang für berechtigte Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.“