Rückstand bei Freigabe

Grippeimpfstoffe: Zwei Millionen Dosen weniger 10.10.2026 08:44 Uhr

Berlin - 

Nachdem es in Folge von Corona einen Ansturm auf die Grippeimpfung gegeben hatte, war die Nachfrage zuletzt rückläufig. In diesem Jahr liegt die Zahl der freigegebenen Dosen weit hinter den Vorjahren.

Bis 4. Oktober (KW 40) wurden laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) rund 16,3 Millionen Dosen freigegeben. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 18,3 Millionen Dosen, davor 18,7 Millionen Dosen. Insgesamt wurden in den beiden Jahren bis Saisonende jeweils 20 beziehungsweise 19,3 Millionen Dosen in den Markt gebracht.

Die höchsten Zahlen hatte es in der Pandemie gegeben: In der Saison 2021/22 wurden bis KW 40 bereits 25 Millionen Dosen freigegeben, im Jahr darauf waren es sogar 26,2 Millionen Dosen. Insgesamt wurden im Rekordjahr 34,2 Millionen Dosen freigegeben, 2022/23 waren es immer noch 28,4 Millionen. 2023/24 war die Zahl dann schon auf 22,9 Millionen gesunken.

In den Jahren vor der Pandemie war die Nachfrage schon einmal eingebrochen, teilweise wurde über die gesamte Saison hinweg nur 16 Millionen Dosen freigegeben. In einigen Jahren mussten große Mengen an Impfstoff entsorgt werden. Im Corona-Jahr gab es dann einen regelrechten Ansturm, sodass über Wochen hinweg Impfstoffe fehlten. Der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sah sich sogar veranlasst, Impfstoff im Ausland zu beschaffen und eine nationale Reserve anzulegen.

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