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Botox bei Stimmstörung Karoline Schumbach, 20.09.2012 18:13 Uhr

Berlin - 

Für Botox könnte es bald ein weiteres Einsatzgebiet geben: Clostridium botulinum Toxin Typ A (OnabotulinumtoxinA, AbobotulinumtoxinA) könnte künftig bei Patienten mit spasmodischer Dysphonie, einer bestimmten Erkrankung der Stimme, auf Kassenrezept verordnet werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Untersuchung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft und nun ein entsprechendes Stellungnahmeverfahren eingeleitet. Ziel der Behandlung sei es, die Kommunikationsfähigkeit der Patienten zu verbessern.

Bei der spasmodischen Dysphonie leiden die Patienten unter einer gepressten abgehackten Stimme. Infektionen der Atemwege, Allergien, Stimmbandlähmung und Kehlkopfkrebs können die Ursache sein.

Bislang ist Botox zur Behandlung von bestimmten spasmatischen Erkrankungen, bei Harninkontinenz und zur Linderung der Symptome bei chronischer Migräne zugelassen.