Qualitätsprobleme und Nebenwirkungen

AMK zählt mehr als 11.000 Verdachtsmeldungen 05.03.2026 13:05 Uhr

Berlin - 

Noch nie gingen bei der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) so viele Meldungen zu möglichen Arzneimittelrisiken, wie Qualitätsmängel oder Nebenwirkungen, ein wie 2025: Ganze 11.154 Stück waren es insgesamt.

Gezählt wurden diese in 4978 verschiedenen Apotheken vor Ort und Krankenhausapotheken. Etwa zwei Drittel der Meldungen beinhalteten Meldungen zu Qualitätsproblemen, ein Drittel zeigte unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf.

Auch die Zahl der Medikationsfehlermeldungen stiegen an, so waren es 2025 hierzu 624 Meldungen bei noch 348 Meldungen in 2024. Die Verdachtsmeldungen zu Arzneimittelmissbrauch waren hingegen leicht rückläufig.

„Apotheken vor Ort sorgen für mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie und erhöhen so den Schutz der Patientinnen und Patienten“, sagte Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK. „Wir bewerten und verarbeiten in der AMK die Meldungen der Apothekenteams und informieren wiederum selbst die Apotheken über relevante Risiken – seit mehr als 50 Jahren.“

263 Risikoinformationen gab die AMK im vergangenen Jahr heraus, davon 23 Rote-Hand- und Informationsbriefe und mehr als 150 chargenbezogene Rückrufe und Überprüfungen. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll: Apothekerinnen und Apotheker können Qualitätsfragen von Arzneimitteln beurteilen, mögliche Anwendungsfehler identifizieren und zur Verträglichkeit der Arzneimitteltherapie beraten. Das ist eine zentrale Aufgabe der Apotheken vor Ort. Ohne Apotheken geht es nicht in der Arzneimittelversorgung“, so Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK) und Mitglied der AMK.