Alzheimer-Früherkennung: Zulassung für Roche-Bluttest 12.05.2026 16:58 Uhr
Roche hat die CE-Kennung für einen neuen Bluttest zur Unterstützung der Alzheimer-Diagnose erhalten. Der sogenannte „Elecsys pTau217“-Test wurde gemeinsam mit Lilly entwickelt und soll helfen, typische Veränderungen im Gehirn frühzeitig zu erkennen, die mit Alzheimer in Verbindung stehen.
Der neue Test soll hier eine einfachere Alternative zu den bisher gängigen Methode bieten: Statt spezieller Hirnscans oder Untersuchungen der Rückenmarksflüssigkeit genügt eine normale Blutprobe, wie aus einer Mitteilung von Roche vom Dienstag hervorgeht. Dabei werde ein bestimmtes Eiweiß namens pTau217 gemessen, das als Hinweis auf Alzheimer-typische Ablagerungen im Gehirn gelte.
Laut Roche liefert der Bluttest ähnlich zuverlässige Ergebnisse wie etablierte Verfahren, ist für Patienten aber deutlich einfacher und schneller durchzuführen. Der Test könne sowohl in Hausarztpraxen als auch in spezialisierten Kliniken eingesetzt werden. Er soll Ärzten helfen, Alzheimer entweder wahrscheinlicher zu machen oder auszuschließen.
Gerade eine frühe Diagnose gilt laut Roche als entscheidend, weil Betroffene und Angehörige dadurch schneller Klarheit erhalten und frühzeitig Unterstützung sowie passende Therapien planen können.
Die Zulassung basiert den Angaben zufolge auf Studien mit Menschen in sehr frühen Stadien der Erkrankung. Dabei handelte es sich um Personen mit ersten Gedächtnisproblemen oder leichten kognitiven Einschränkungen, die ihren Alltag noch weitgehend selbstständig bewältigen können. Gerade in dieser frühen Phase versprechen sich Fachleute laut Mitteilung den größten Nutzen von einer raschen Diagnose und Behandlung, um das Fortschreiten der Krankheit möglichst lange zu verlangsamen.