Rezepturumstellung

Achtung beim Ausbuchen: Verwirrung bei Alzheimer-Mittel 06.08.2026 14:01 Uhr

Berlin - 

Bei Memantin AbZ gab es eine Umstellung bei der Rezeptur. Das sorgt in der Apotheke für Probleme bei der Securpharm-Überprüfung. Betroffen ist eine Charge, die zwei Pharmazentralnummern zugeordnet wird.

AbZ informiert über eine abweichende PZN-Anzeige bei der Securpharm-Überprüfung nach der Umbenennung von Memantin AbZ Starterpackung 5 mg/10 mg/15 mg/20 mg Filmtabletten mit der PZN 09929789 in Memantin AbZ 5 mg/10 mg/15 mg/20 mg Filmtabletten mit der PZN 18851276. Betroffen ist die Charge 185228.

Die Umbenennung erfolgte im Zuge einer Rezepturumstellung. Die Charge 185228 wurde sowohl der bisherigen PZN 09929789 als auch der neuen PZN 18851276 zugeordnet. „Bei Packungen dieser Charge wird im Rahmen der Securpharm-Überprüfung weiterhin die bisherige PZN angezeigt, obwohl auf der Packung bereits die neue PZN aufgedruckt ist“, heißt es im Informationsschreiben.

Außerdem ist auf den Faltschachteln der betroffenen Charge ein Rechtschreibfehler zu finden. Statt „Verwendbar bis“ wurde irrtümlich „Verwendbad bis“ aufgedruckt.

Was müssen Apotheken beachten?

  • Die Abweichung betrifft ausschließlich die bei der Serialisierungsprüfung angezeigte PZN.
  • Beim Scannen des DataMatrix-Codes wird keine Fehlermeldung erzeugt.
  • Die Packungen können uneingeschränkt im Securpharm-System verbucht und abgegeben werden.
  • Besondere Maßnahmen bei der Abgabe oder Dokumentation sind nicht erforderlich.
  • Die Diskrepanz wird nur bei einem manuellen Vergleich der aufgedruckten PZN mit der im Rahmen der Serialisierungsprüfung angezeigten PZN sichtbar.
  • Andere Chargen sind nicht betroffen.

Memantin ist zur Behandlung von Patient:innen mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz zugelassen. Memantin ist ein spannungsabhängiger, nichtkompetitiver NMDA-Rezeptorantagonist mittlerer Affinität. Das Antidementivum reguliert die Wirkung pathologisch erhöhter toxischer Konzentrationen von Glutamat, die zu neuronalen Funktionsstörungen führen können.

Die tägliche Höchstdosis beträgt 20 mg und wird durch eine Steigerung über einen Zeitraum von drei Wochen erreicht. So soll das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen reduziert werden.