Insektenschutz

Wundrose durch Mückenstiche dpa, 23.07.2012 09:02 Uhr

Berlin - 

Auch wenn sie noch so jucken: Mückenstiche sollten nicht aufgekratzt werden. Insbesondere bei feucht-warmem Wetter bestehe die Gefahr, dass so Bakterien in die Haut eindringen und oberflächliche Infektionen verursachen, warnt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin.

Im schlimmsten Fall kann es zu Wundrosen kommen, die sich im ganzen Körper ausbreiten können. Frische Mückenstiche werden daher am besten immer sofort desinfiziert. Wer gestochen wurde, kühlt die betroffene Stelle am besten.

Stechmücken sind vor allem in der Dämmerung aktiv und pieksen gern in dünne gut, durchblutete Hautareale. Da Mückenschutzmittel nur dort wirken, wo sie tatsächlich aufgetragen wurden, sollten sie flächendeckend auf der Haut verteilt werden, empfiehlt die Stiftung. Guten Schutz vor Stichen biete auch lange, helle, den ganzen Körper bedeckende Kleidung.

Stechmücken ernähren sich normalerweise von zuckerhaltigen Pflanzensäften. Für die Reifung der Eier bei der Vermehrung braucht das Weibchen allerdings eiweißreiche Nahrung. Nur darum saugt es Blut, und zwar bei Tier und Mensch. Die Vermehrung von Mücken ist temperaturabhängig und dauert im Sommer nur wenige Tage. Ein Mückenweibchen kann nach einer Blutmahlzeit bis zu 300 Eier legen. Vor allem in den Tropen gelten Mücken als Überträger zahlreicher Krankheitserreger wie Viren, Einzeller und Fadenwürmer.