WHO

Masern führen weiterhin zu vielen Todesfällen dpa, 12.07.2017 09:06 Uhr

Vor allem in Rumänien gibt es noch immer viele Maserntote zu beklagen, aber auch im Rest von Europa bleiben Todesfälle nicht aus. Foto: CDC/Allison M. Maiuri, MPH, CHE
Kopenhagen - 

Während mehrerer Masernausbrüche in Europa sind in den vergangenen zwölf Monaten 35 Menschen gestorben. Das berichtete das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Kopenhagen. Der neueste Fall sei ein sechs Jahre alter Junge in Italien, wo es bereits seit Juni vergangenen Jahres 3300 Masernfälle gegeben habe.

Die bei Weitem meisten Maserntoten gab es laut WHO mit 31 Opfern in Rumänien. Dort zählte das nationale Gesundheitsamt von August 2016 bis Ende Juni 2017 über 7000 Fälle. In Italien gibt es laut WHO insgesamt zwei Tote, in Deutschland und Portugal je einen. In Deutschland war im Mai eine 37 Jahre alte Frau in Essen gestorben.

„Jeder Tod oder jede Behinderung die durch diese per Impfung vorzubeugende Krankheit verursacht wird, ist eine unakzeptable Tragödie“, sagte WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab. Obwohl Masern durch eine sichere und effektive Impfung zu verhindern sei, sei es eine der führenden Todesursache bei Kindern weltweit. „Und Europa ist leider nicht ausgeschlossen davon.“

Die WHO empfiehlt zwei Impfungen für jedes Kind. Erwachsene sollten ihren Impfstatus prüfen lassen und gegebenenfalls zum Impfen gehen. Zur WHO-Europaregion gehören 53 Länder vom Atlantik bis zum Pazifik, darunter auch Russland und Turkmenistan.