Aufwand bei Impfstoff-Bestellungen

Vier Stunden, drei Köpfe pro Woche APOTHEKE ADHOC, 28.04.2021 10:08 Uhr

  • Zusätzlicher Aufwand: Die Apotheken investieren erheblich in die Impfstofflogistik. Foto: APOTHEKE ADHOC

Berlin - Die Auslieferung von Corona-Impfstoff an die Arztpraxen hat sich eingespielt, doch der Aufwand ist nach wie vor groß: Wie eine Umfrage von aposcope zeigt, investieren die Apotheken erheblich Manpower und Zeit.

Allgemein wird die Lieferung von Impfstoffen positiv bewertet: 43 Prozent der Teilnehmer:innen der aposcope-Umfrage finden, dass es gut oder sehr gut klappt, weitere 32 Prozent vergeben die Note „befriedigend“. Zwischenfälle sind eher selten: Dass etwa das mitbestellte Zubehör nicht oder nicht in ausreichender Menge mitgeliefert wird, kommt vergleichsweise selten vor, nur 6 Prozent der Teilnehmer:innen haben diese Erfahrung nach eigenen Angaben gemacht.

Das heißt aber nicht, dass die gesamte Logistik ein Selbstläufer wäre. Laut Umfrage sind im Durchschnitt 2,75 Mitarbeiter:innen mit dem Thema beschäftigt, pro Woche werden demnach durchschnittlich knapp 4,2 Stunden investiert.

Entsprechend finden auch nur 10 Prozent, dass das Honorar für Impfstoffbestellung und -lieferung angemessen ist, 77 Prozent halten es für zu niedrig. Immerhin 68 Prozent finden, dass die Impfstoffbestellung den normalen Arbeitsablauf tendenziell beeinträchtigt. Jede Woche neue Vorgaben erschweren die Routine bei der Bestellung und Lieferung, finden 95 Prozent.

Mit der Annahme der Aufträge und der Bestellung beim Großhandel ist es keineswegs getan. 46 Prozent der Teilnehmer:innen geben an, dass es vor der Bestellung Rückfragen oder Informationsbedarf seitens der Arztpraxen gab. Die Hälfte der Apotheken hilft den Praxen auch bei der Rekonstitution (3 Prozent) oder dem Umgang mit Impfstoffen (28 Prozent) oder beidem (21 Prozent).

Und immerhin 12 Prozent der Apotheken unterstützen die Praxen nach eigenen Angaben außerdem, indem sie Impflinge in die Praxis schicken. Ohnehin berichten viele Teilnehmer:innen, dass täglich (27 Prozent) oder ein- bis mehrmals pro Woche (53 Prozent) Kund:innen zu dem Thema beraten werden.

An der Umfrage von aposcope nahmen am 27. April insgesamt 173 verifizierte Apotheker:innen und PTA teil.