Diabeteserkrankungen

Unterzuckerung erhöht Unfallrisiko dpa, 01.11.2012 12:33 Uhr

Höheres Unfallrisiko: Diabetiker verursachen häufig Unfälle wegen einer Unterzuckerung. Foto: Dagmar Zechel / pixelio.de
Stuttgart - 

Diabetiker dürfen während des Autofahrens nicht unterzuckern. Sonst steigt das Unfallrisiko, weil die sogenannte Hypoglykämie die Konzentration beeinträchtigt. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft hin. Zwar verursachen Diabetiker nicht häufiger Unfälle als Nicht-Diabetiker. Wenn es aber passiert, hat häufig eine Unterzuckerung Schuld.

Daher sollten Diabetiker verstärkt auf die Anzeichen einer Unterzuckerung achten. Schweißausbrüche, Zittrigkeit, ein schneller Puls und plötzlicher Heißhunger sind solche Warnhinweise. Weitere Anzeichen sind Konzentrations- und Sehstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Wer längere Fahrten vor sich hat, sollte alle zwei Stunden eine Pause machen und den Blutzucker messen. Ist der Wert zu niedrig, helfen schnell wirkende Kohlenhydrate, wie sie in Traubenzucker oder Obstsaft enthalten sind. Hat ein Diabetiker innerhalb eines Jahres zweimal eine so starke Unterzuckerung erlebt, dass er fremde Hilfe benötigte, sollte er erst einmal aufs Autofahren verzichten.