Apotheken in der Corona-Krise

Umschau-Umfrage: Wird die Leistung wahrgenommen? APOTHEKE ADHOC, 08.04.2020 09:07 Uhr

  • Die Menschen nehmen die Leistung der Apotheken wahr, fasst Wort & Bild-CEO Andreas Arntzen die Ergebnisse einer Umfrage zusammen.

Berlin - Apotheker und PTA zählen in der Corona-Krise zu den systemrelevanten Berufen. Diese Erkenntnis hat sich auch in der Politik durchgesetzt. Doch nehmen die Verbraucher die besonderen Leistungen der Apotheken wahr oder halten sie den Service für selbstverständlich? Der Wort & Bild Verlag wollte es genauer wissen und hat eine repräsentative Ipsos-Umfrage in Auftrag gegeben – mit ermutigenden Ergebnissen.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie seien die Apotheken vor Ort für die deutsche Bevölkerung einer der wichtigsten Gesundheitsnahversorger, so der Wort & Bild Verlag: 92 Prozent der Teilnehmer bei der Umfrage schätzen es sehr, dass die Apotheken in der momentanen Zeit die Nahversorgung in Sachen Gesundheit aufrechterhalten. Waren die Befragten in den vergangenen vier Wochen einer Apotheke, steigt der Wert sogar auf 96 Prozent. „Die Umfrage zeigt nun sehr schön, dass die Menschen sehr wohl die Leistung der Apotheken wahrnehmen. Sie sind ein enorm wichtiger Baustein unseres Gesundheitssystem“, so Verlagschef Andreas Arntzen.

„Wenn die Menschen rasch Hilfe brauchen, denken sie an die Apotheke vor Ort. Man sieht das alleine an diesen Werten: 91 Prozent der Befragten sind froh, eine Apotheke in der Nähe zu wissen, auf die sich verlassen können“, so Arntzen. Man sei den Mitarbeitern der Apotheke nicht nur sehr dankbar, dass sie auch in schwierigen Zeiten mit Rat und Tat bereitstehen (89 Prozent), sondern sei sich auch bewusst, dass man der Apotheke vor Ort dabei voll vertrauen kann (86 Prozent).

Trotz der aktuellen Krisensituation mit teilweise massiven Lieferengpässen haben 80 Prozent der Befragten in der Apotheke alle benötigten Medikamente erhalten.

Arntzen sieht es als Aufgabe des Verlags, die Leistungen der Apotheken auch der Öffentlichkeit näherzubringen. „Wir stellen uns daher häufig die Frage: Sehen die Menschen da draußen überhaupt, was alles für sie getan wird? Oder nimmt man die apothekerliche Beratung und die Gesundheitsnahversorgung als Selbstverständlichkeit wahr?“ Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Leistung wahrgenommen wird.

Denn die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Apotheken seien enorm, so Arntzen. „Zuerst der große Ansturm, der Wunsch nach Desinfektionsmitteln, viele fragende und verunsicherte Kunden, dann die Auswirkungen auf den Betrieb selbst.“

Der Verlag will die Apotheker dabei mit Kundenflyern, Tüten für den Botendienst und Plakaten mit Verhaltensregeln weiter unterstützen. Der erste Flyer zum Thema „Gesundheitsinformationen zu Corona“ wurde Arntzen zufolge mehr als drei Millionen Mal verteilt und steht im Internet in sechs Sprachen zum Download zur Verfügung. „Jetzt kommt der neue Flyer ‚Positiv denken in Krisenzeiten‘, wo es eher um das Thema soziale Isolation geht“, kündigt Arntzen an. Weitere Themen seien in Planung, die zusätzlichen Materialien sind für die Apotheken kostenlos.

Für die Online-Umfrage von Ipsos wurden 1075 Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 75 Jahren befragt. Darunter waren 660 Personen, die in den vergangenen vier Wochen mindestens einmal eine Apotheke vor Ort besucht haben. Die Befragung fand am 1. und 2. April 2020 statt.