BfArM informiert

Schwachstelle bei DIGA-Anbieter 12.10.2026 09:02 Uhr

Berlin - 

Hacker suchen gezielt nach Zugriffen auf Gesundheitsdaten. Auch Anbieter von digitalen Gesundheitsanwendungen (DIGA) sind im Visier: Gaia, ein Anbieter von DIGA-Anwendungen, wurde von Sicherheitsexperten auf eine Schwachstelle hingewiesen. Digitale Therapien seien nicht betroffen gewesen, so das Unternehmen.

Am Freitag meldete ein Sicherheitsunternehmen eine Schwachstelle auf einer Marketing-Website von Gaia. Parallel habe der IT-Dienstleister das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die zuständigen Datenschutzbehörden informiert.

Unternehmen: Kein unbefugter Zugriff

Die Schwachstelle sei nach knapp einer halben Stunde geschlossen worden. Der Hinweis werde sehr ernst genommen, sagte Technologiechef Dr. Bernhard Wellhöfer. „Die digitalen Therapien des Unternehmens waren nicht betroffen. Es gibt keine Hinweise auf einen unbefugten Zugriff.“

Gaia entwickelt laut eigenen Angaben seit 1998 in Hamburg verschreibungsfähige Behandlungsprogramme für Depression, Angststörungen, Multiple Sklerose und Alkoholabhängigkeit. Zu den Apps auf Rezept gehören etwa Deprexis, Attexis oder Elevida.

BfArM listet DIGA

Digitale Gesundheitsanwendungen können seit 2019 von Ärztinnen und Ärzten und Psychotherapeutinnen sowie -therapeuten verordnet werden. Beim BfArM sind aktuell 82 DIGA gelistet.