Rezeptfälschung

Für Sildenafil: Rettungssanitäter klaut Rezepte 15.09.2026 12:02 Uhr

Berlin - 

Ein Rettungssanitäter hatte die Chance ergriffen: Bei einem Einsatz klaute er der diensthabenden Ärztin Rezepte und versuchte damit, in einer Apotheke Potenzmittel zu bekommen. Der Schwindel flog auf und der Mann wurde laut Medienberichten vom Amtsgericht Hamburg-St. Georg zu einer Geldstrafe von 8800 Euro verurteilt.

Der Vorfall ereignete sich laut Amtsgericht bereits im April 2025: Der Beschuldigte war damals als Rettungssanitäter eingesetzt und begleitete die Ärztin, die den kassenärztlichen Notdienst wahrnahm. Aus ihrem Arztkoffer entwendete er zwei Blanko-Rezepte, die schon mit dem Stempel der Ärztin versehen waren.

Später schrieb er „Sildenafil 25 mg“ auf eines der Rezepte, trug den Namen des Sohnes einer Patientin aus einem früheren Einsatz als Versicherten ein und versah es mit einer Unterschrift. Dieses Rezept legte er dann in einer Apotheke in Winterhude vor – wo der Betrug aufflog. Zu diesem Zeitpunkt soll er in seinem Portemonnaie außerdem 0,12 Gramm Kokain aufbewahrt haben.

Der Mann musste sich nun wegen Diebstahls, Urkundenfälschung und unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln verantworten. Medienberichten zufolge sah er bei der Gerichtsverhandlung „sichtlich mitgenommen“ aus und räumte die Fälschung ein. Der 48-jährige Feuerwehrmann wurde verurteilt und ist vom Dienst suspendiert. Ein Disziplinarverfahren steht ihm demnach noch bevor.