Organspende

Apotheker unterstützen „No Panic for Organic“ APOTHEKE ADHOC, 09.09.2014 11:25 Uhr

AKWL-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening und Dieter Kemmerling von „No Panic für Organic“ engagieren sich für das Thema Organspende. Foto: AKWL
Berlin - 

Die Apotheker in Westfalen-Lippe engagieren sich zusammen mit der Organisation „No Panic for Organic“ wieder für das Thema Organspende. Die Apotheken seien mit 60.000 Organspendeausweisen im Scheckkartenformat ausgestattet, so Verbandschef Dr. Klaus Michels. In den Sommerferien waren die Vorräte von rund 600 Apotheken wieder aufgefüllt worden.

Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening lobte das Engagement ihrer Kollegen: „Ein Großteil der Pharmazeuten zeigt bereits seit Jahren Flagge für das wichtige Thema Organspende“, so Overwiening.

Derzeit warten in Deutschland nach Angaben der Kammer mehr als 12.000 Patienten auf ein geeignetes Spenderorgan. Die Tendenz ist steigend. Dieter Kemmerling von „No Panic für Organic“ erklärt sich das so: „Organspende rettet Leben, sie war aber – zumeist ungerechtfertigt – über viele Monate im Kreuzfeuer der Medien.“

Kemmerling lebt selbst mit einer Spenderleber. Er feiert darum zweimal im Jahr seinen Geburtstag: seinen regulären und den Tag, an der er das neue Organ erhielt.

2011 wurden auf Initiative der ABDA und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) mehr als 7 Millionen Organspendeausweise an mehr als 10.000 teilnehmende Apotheken verteilt. Im vergangenen Jahr wurden immerhin noch 500.000 Ausweise mit dem Apothekenlogo produziert.

Kemmerling ist überzeugt, dass man der zurückgehenden Spenderbereitschaft entgegenwirken kann: „Aufklären und informieren, und das immer wieder“, ist sein Credo. Die Apotheken in Westfalen-Lippe mit ihren 400.000 Patientenkontakte seien dabei seit vielen Jahren starke Partner.

„Apothekerkammer- und verband hatten zu Ferienbeginn eine Abfrage gestartet – verbunden mit der Möglichkeit, neue Ausweise zu bestellen“, sagte Overwiening. Die Resonanz sei so groß gewesen, dass man eigens habe nachdrucken müssen, erzählt Kemmerling. „Das zeigt mir, dass das Thema den Menschen wichtig ist und sie die Möglichkeit nutzen, sich ihren Organspendeausweis in der Apotheke vor Ort mitzunehmen.“