Mehr Geld für Diakonie-Beschäftigte 22.05.2013 19:01 Uhr
Im Streit um die Bezahlung der 1,3 Millionen Beschäftigten der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände gibt es in Niedersachsen eine bundesweit wegweisende Einigung. Verdi und die Diakonie haben laut Gewerkschaft vereinbart, künftig miteinander Tarifverträge abzuschließen, die an die Stelle rein kircheninterner Entgeltverhandlungen über den sogenannten Dritten Weg treten.
Als ersten Schritt erhalten die 30.000 Diakonie-Beschäftigten in Krankenhäusern und Altenheimen mehr Geld. Das Klinikpersonal erhält in drei Schritten 5,5 Prozent mehr, die Altenpfleger 2,5 Prozent.
Bundesweit ringen die Gewerkschaft und die Kirchen um den Dritten Weg, der keine Gewerkschaftsbeteiligung und kein Streikrecht vorsieht. Verdi möchte gewöhnliche Tarifverhandlungen durchsetzen. Das Bundesarbeitsgericht bestätigte die kirchliche Praxis im November 2012 zwar im Grundsatz, mahnte aber eine bessere Beteiligung der Gewerkschaften an. Auch das Streikverbot wurde gelockert.