Mutterschutz für Selbstständige: „Schnelle Lösung finden“ 17.03.2026 08:59 Uhr
Selbstständige Frauen sollten Anspruch auf gesetzlichen Mutterschutz bekommen – Bundesbauministerin Verena Hubertz fordert dafür eine rasche Lösung. „Wir brauchen mehr Unternehmerinnen im Land, wir brauchen Frauen, die Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft voranbringen. Es ist doch absurd, dass wir ausgerechnet bei diesen Frauen zulassen, dass eine Schwangerschaft zum wirtschaftlichen Risiko wird“, sagte die SPD-Politikerin aus Rheinland-Pfalz der „Rheinpfalz“. Sie mahnte: „Es braucht den Mutterschutz für Selbstständige. Wir müssen hier schnell eine Lösung finden.“
Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgehalten, „zeitnah umlagefinanzierte und andere geeignete Finanzierungsmodelle“ prüfen zu wollen, um auch selbstständigen Müttern künftig die vollen Mutterschutzleistungen zu ermöglichen. Das Mutterschutzgesetz gilt bislang nur für Arbeitnehmerinnen, Auszubildende und Studentinnen.
Selbstständige können sich dagegen lediglich freiwillig absichern, um in den sechs Wochen vor der Geburt und acht Wochen danach Ersatz für den Verdienstausfall zu erhalten – etwa über eine private Krankenversicherung oder die freiwillige Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Hubertz hatte im Januar einen Sohn zur Welt gebracht und im Amt pausiert. Nun steigt sie wieder ein. „Die letzten Wochen waren sehr besonders. Voller Glück, voller Staunen, aber auch schlafloser Nächte. Jetzt freue mich, wieder voll einzusteigen“, sagte die 38-Jährige.