161.000 Tests

Mutmaßlicher Millionenbetrug mit Corona-Tests 10.02.2026 08:50 Uhr

Berlin - 

Ein 27-Jähriger steht wegen mutmaßlichen millionenschweren Betrugs mit Corona-Tests am Dienstag in Hannover vor Gericht. Der Mann soll zwischen März und Dezember 2022 eine stark überhöhte Anzahl von Corona-Tests für einen Standort in Hannover-Anderten mit der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet haben, wie das Amtsgericht Hannover mitteilte.

Insgesamt soll der heute 27-Jährige über 161.000 Tests abgerechnet haben. Der angerichtete Schaden soll bei rund 1,64 Millionen Euro liegen.

Ermittelt wurde gegen den Mann wegen einer sogenannten Geldwäscheverdachtsmeldung – der 27-Jährige soll die Kontogutschriften für Luxusgüter, Autovermietung sowie Hotels ausgegeben haben. Insgesamt elf Zeugen sind in dem Prozess geladen. Ein vorsorglicher Fortsetzungstermin wurde für den 17. Februar bestimmt.

Laut Gericht droht in Betrugsfällen eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt demnach vor, wenn der Täter gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt oder für einen Vermögensverlust großen Ausmaßes verantwortlich ist.