Malaria: Fraport-Mitarbeiter verstorben 26.08.2026 10:16 Uhr
Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens ist nach einer Malaria-Infektion gestorben. „Das können wir leider bestätigen“, sagte ein Sprecher von Fraport. „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen.“ Ursache der Infektion sollen importierte Mücken sein. Zuvor hatte Hessenschau.de berichtet.
Mitte Juli hatte Fraport bereits mitgeteilt, dass sich vier Mitarbeiter am Flughafen in Frankfurt mit Malaria infiziert hatten. Mittlerweile wisse man von sechs Beschäftigten der Fraport, die sich im Rahmen ihrer Arbeit infiziert hätten, sagte der Sprecher. Sie befinden sich demnach in ärztlicher Behandlung.
Es seien Mückenfallen aufgestellt und auch Mücken gefangen worden, sagte der Sprecher. Diese würden jetzt in einem Labor untersucht.
Was ist Flughafenmalaria?
Malaria ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch dämmerungs- und nachtaktive Mücken übertragen wird. „Besonders bei Risikogruppen kann die Krankheit zu Koma und Tod führen. Schutz vor Mückenstichen und die Einnahme von vorbeugenden Medikamenten können die Erkrankung verhindern.“
Das RKI schreibt, die „sehr seltene“ Flughafenmalaria entstehe, wenn eine infektiöse Mücke im Flugzeug oder Gepäck importiert werde. Die Infektion erfolge dann im Flugzeug, im Flughafen oder in dessen unmittelbarer Umgebung.
Der letzte solche Fall sei 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen dokumentiert worden, schreibt das Institut. „Ärztinnen und Ärzte, die Personen betreuen, die an Flughäfen mit interkontinentalen Flugverbindungen (Passagier- und Frachtflüge) arbeiten oder sich in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten, sollten vor allem im Sommer bei unklarem Fieber und fehlender Reiseanamnese auch eine seltene Flughafenmalaria differentialdiagnostisch in Betracht ziehen.“