Joggen

Ausdauertraining wirkt antidepressiv dpa, 15.02.2017 11:05 Uhr

Joggen – vor allem an der frischen Luft – hilft, depressive Gedanken zu vertreiben. Foto: TK
Berlin - 

Langsames Joggen beugt Depressionen vor. Und selbst wer schon betroffen ist – von einer depressiven Verstimmung, dem Winterblues oder einer Depression –, kann mit moderatem Ausdauertraining gegensteuern. Darauf weist Dr. Cora Weber hin, Chefärztin des Fachbereichs Psychosomatik an der Berliner Park-Klinik Sophie Charlotte.

„Wir wissen aus wissenschaftlichen Studien, dass 30 bis 45 Minuten Ausdauertraining drei bis vier Mal pro Woche gut gegen depressive Symptome hilft“, erklärt die Ärztin und Psychotherapeutin. Die Pulsfrequenz sollte bei ungefähr 120 Schlägen pro Minute liegen.

Joggen sei deswegen so gut geeignet, weil der Betroffene sich zusätzlich im Tageslicht aufhält. „Es gibt eine Nervenbahn, die Licht vom Auge direkt ins Gehirn überträgt“, erklärt Weber. So werden Hormone ausgeschüttet, die helfen, die negativen Gedanken zu vertreiben. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht joggen kann, steigt am besten aufs Fahrrad um, rät die Ärztin.