FSME: Zwei neue Risikogebiete 26.02.2026 16:25 Uhr
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zwei neue Risikogebiete für die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bestimmt. Hinzu kommen der Landkreis Nordsachsen in Sachsen und der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt, wie es in einem aktuellen RKI-Bericht heißt. Insgesamt gebe es damit in Deutschland 185 FSME-Kreise.
Die FSME-Viren werden hauptsächlich durch Zeckenstiche übertragen. Dabei gelangen die Viren in die Blutbahn des Menschen und können dort die Krankheit auslösen. In seltenen Fällen ist auch eine Übertragung über Lebensmittel möglich, etwa durch den Verzehr infizierter Rohmilch. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es nicht.
Nur wenige erkranken schwer
Viele Infektionen bleiben unentdeckt. Ein großer Teil der Infizierten entwickelt nämlich keine Symptome – oder hat grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einem kleinen Teil kann es aber zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks kommen. Bemerkbar macht sich das durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Ausfälle des Nervensystems. Etwa ein Prozent der Erkrankten stirbt an der Krankheit.
Laut RKI besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen, im südöstlichen Brandenburg und im östlichen Sachsen-Anhalt. Einzelne Risikogebiete befinden sich in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen.
Auch in Bundesländern ohne Risikogebiete treten den Experten zufolge vereinzelt FSME-Erkrankungen auf. Besonders in der Zeckensaison sollte daher bei entsprechenden Symptomen auch an FSME gedacht werden.
FSME-Impfung verfügbar
2025 wurden nach RKI-Angaben in Deutschland 693 FSME-Erkrankungen gemeldet. Das sei die dritthöchste Erkrankungszahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001. Die überwiegende Mehrheit (98 Prozent) sei nicht oder nur unzureichend geimpft gewesen. Nachgewiesene Todesfälle gab es 2025 den Angaben nach keine.