In Lübecker Einkaufsmarkt

Explosion im Notdienst: Benachbarter Geldautomat gesprengt 11.09.2026 14:39 Uhr

Lübeck - 

Bei der Sprengung eines Geldautomaten im Eingangsbereich eines Einkaufszentrums in Lübeck ist in der Nacht Sachschaden entstanden. Nach ersten Erkenntnissen waren zwei Männer an der Tat im Stadtteil St. Gertrud beteiligt, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Sie flüchteten anschließend mit einem vermutlich dunklen Auto in Richtung Lüdersdorf in Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ berichtet. In der benachbarten Apotheke blieb der notdiensthabende Apotheker zum Glück unverletzt.

Eine Sprecherin des LKA konnte auf Anfrage noch keine Angaben dazu machen, ob die Täter durch die Sprengung an Bargeld gelangt sind. Die Fahndungsmaßnahmen nach den Tatverdächtigen blieben bislang erfolglos. Die Ermittler waren am Vormittag noch vor Ort, die Spurensicherung dauerte an.

Das LKA bittet Zeuginnen und Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Beobachtungen im Bereich der Wesloer Landstraße gemacht haben oder Hinweise zu dem flüchtigen Fahrzeug geben können, sich bei jeder örtlichen Polizeidienststelle zu melden.

Wie die Zeitung berichtete, war die von der Explosion ausgelöste Druckwelle so heftig, dass auch Nachbargeschäfte im Famila-Markt, darunter eine Apotheke und eine Bäckerei, beschädigt wurden. In der Bäckerei seien sogar Teile der Decke heruntergefallen.

Ein Sprecher des Betreibers erklärte auf Anfrage, nachdem zunächst das gesamte Warenhaus geschlossen geblieben sei, seien für die polizeilichen Ermittlungen und Reinigungs- beziehungsweise Aufräumarbeiten aktuell nur der Haupteingang und der betroffene Bereich gesperrt. Kundinnen und Kunden können das Warenhaus seit etwa 10.45 Uhr wieder durch den Getränkemarkt betreten und einkaufen. Im erweiterten Eingangsbereich des Gebäudes gebe es Beschädigungen. „Das genaue Ausmaß wird noch ermittelt. Verletzte sind uns nicht bekannt.“

Apotheke schnell wieder offen

Laut der Zeitung hatte die Apotheke in der Nacht auch noch Notdienst. Wie Inhaberin Tanja Jacobsohn von der Elefanten-Apotheke im Famila-Markt berichtet, blieb der Kollege zum Glück verschont. „Ein Kollege von uns hatte Nachtdienst. Da sind wir natürlich froh, dass nichts passiert ist. Aber er wird schon einen gehörigen Schreck bekommen haben, muss sich jetzt erst mal erholen“, wird sie von den „Lübecker Nachrichten“ zitiert.

Die Apotheke konnte bereits am Morgen über den zweiten Eingang wieder öffnen, wenn auch beschädigt. „Wir sind erstaunt, was hier alles durch die Druckwelle passiert ist. Bei uns sind teilweise Regale leer gewesen. Durch die Erschütterung sind Kosmetik und Cremes aus den Regalen gefallen, auch die Deckenplatten waren beschädigt, das konnten wir schon wieder richten.“