Kongo

Ebola-Ausbruch: Mehr als 7000 Fälle 12.09.2026 14:19 Uhr

Kinshasa - 

Beim Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind inzwischen mehr als 7000 Menschen nachweislich an dem Fieber erkrankt. Das geht aus den jüngsten Zahlen des nationalen Gesundheitsinstituts in Kinshasa hervor. Der Ausbruch hat sich demnach zudem auf eine siebte Provinz des zentralafrikanischen Landes ausgeweitet.

Experten gehen von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus, zudem werden nur die Fälle seit Bekanntgabe des Ausbruchs am 15. Mai erfasst. Vermutet wird, dass der Ausbruch zuvor schon monatelang unerkannt lief.

Provinz im Nordwesten betroffen

Von den 7022 registrierten Erkrankten starben den Behörden zufolge 3398. Derzeit befänden sich 837 Menschen in Isolation oder Behandlung. Erstmals wurde ein Fall in der Provinz Süd-Ubangi im Nordwesten des Landes nachgewiesen. Es handelt sich um die siebte betroffene Provinz. Der Ausbruch hatte im Osten des zweitgrößten afrikanischen Landes begonnen.

Leichte Entspannung in Hotspots

Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC sieht trotz des schnellsten bisher verzeichneten Anstiegs von Krankheitsfällen bei einem Ebola-Ausbruch inzwischen hoffnungsvolle Signale. In mehreren Hotspots der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo, wo es besonders viele Krankheitsfälle gibt, sei ein leichter Rückgang festzustellen, so der Infektionsexperte Yap Boum.

Auch der Anstieg der Todesfall-Zahlen habe sich etwas verlangsamt – vermutlich, weil mehr Menschen frühzeitig die Behandlungszentren aufsuchten. Allerdings sei die Zahl der Menschen, die außerhalb der Behandlungszentren in ihren Dörfern oder normalen Krankenhäusern sterben, noch immer zu hoch.

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.