20.000 Euro Soforthilfe

Ebola: Action Medeor unterstützt vor Ort 20.05.2026 14:44 Uhr

Berlin - 

Im Kampf gegen den Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat das Gesundheitshilfswerk Action Medeor umgehend Hilfe eingeleitet. Dazu gehört dringend benötigte Schutzausrüstung sowie die Freigabe von 20.000 Euro Soforthilfe, um Gesundheitspersonal vor Ort mit Handschuhen, Masken, Schürzen und Overalls auszustatten.

Damit es schneller geht, werde die Schutzausrüstung direkt von lokalen Partnerorganisationen vor Ort besorgt. Parallel werden mögliche Hilfslieferungen mit Arzneimitteln aus den deutschen Lagern vorbereitet. „Wir konzentrieren uns zunächst auf die Versorgung von medizinischem Personal in den Provinzen Ituri und Süd-Kivu“, so Pressesprecher Markus Bremers. In Ituri sei der Ebola-Ausbruch besonders schlimm, in Süd-Kivu würden präventive Maßnahmen gegen eine weitere Verbreitung ergriffen.

„Aus Erfahrungen mit früheren Ebola-Epidemien wissen wir, dass frühzeitige Maßnahmen besonders wichtig sind, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Deshalb ist jetzt Schnelligkeit gefragt“, erklärt Bremers. „Medizinisches Personal nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein“ – es sei für Erkennung und Behandlung unerlässlich, aber auch besonders gefährdet.

„Besorgniserregende Nachrichten“

Aus der Region kommen besorgniserregende Nachrichten, heißt es vom Hilfswerk. „Die Lage ist sehr dramatisch. Die Epidemie breitet sich wie ein Lauffeuer in einer sehr unsicheren Region aus“, berichtet Jean Mudekereza, Projektkoordinator der lokalen Hilfsorganisation AFPDE, mit der Action Medeor im Kongo zusammenarbeitet. „Die Bevölkerung ist psychisch stark belastet. In manchen Familien gab es nach Familienfeiern mehrere Todesfälle, daher sind die Menschen in großer Angst“, so Mudekereza.

Problematisch könnten die Restriktionen werden, die nun zur Ebola-Bekämpfung verhängt werden, denn sie verhindern vielfach auch, dass Menschen ihren Tagelohn verdienen können. „Durch all die Einschränkungen, die der Bevölkerung auferlegt wurden, wird das Leben sehr schwer und kompliziert. Für die Bevölkerung, die von der Landwirtschaft lebt, kommt zu der Unsicherheit, die sie daran hindert, auf die Felder zu gehen, noch hinzu, dass diese Epidemie die Situation weiter verschärft und die Menschen in Hunger und Unterernährung stürzt“, fasst Mudekereza zusammen.

Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk Action Medeor setzt sich als Notapotheke der Welt vom niederrheinischen Tönisvorst aus seit mehr als 60 Jahren für eine nachhaltige und bessere Gesundheitsversorgung der Menschen insbesondere in ärmeren Regionen ein. Wer diese Arbeit unterstützen möchte, könne immer gerne Geld spenden.