Cicada: Coronavariante umgeht Impfschutz 22.04.2026 08:02 Uhr
Halsschmerzen, Husten und Schnupfen – auch die Coronavariante Cicada zeigt typische Symptome einer Sars-CoV-2-Erkrankung. Das Problem: Diese Mutation umgeht den Impfschutz und wurde bereits in 23 Ländern nachgewiesen.
Cicada wurde bereits 2024 in Südafrika das erste Mal identifiziert und ist eine stark mutierte Omicron-Subvariante. BA.3.2 spiegelt mit der Bezeichnung „Cicada“ das Verhalten der gleichnamigen Insekten wieder.
Nach erstmaligem Auftreten verschwand die Variante zunächst wieder, trat später aber erneut und verstärkt auf. Mittlerweile wurde Cicada in 23 Ländern festgestellt, darunter auch Deutschland.
Wie viele Omikron-Subvarianten weist das Virus zahlreiche Mutationen auf, etwa 70 bis 75 im Vergleich zum ursprünglichen Stamm. Dadurch könnten Impfungen oder frühere Infektionen weniger Immunschutz bieten.
Fieber Husten Halsschmerzen
Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Cicada schwerere Krankheitsverläufe verursacht oder gefährlicher ist als andere zuletzt dominierende Omikron-Varianten.
Die Symptome entsprechen den üblichen Covid-19-Symptomen. Dazu zählen Fieber, Husten, Halsschmerzen und Abgeschlagenheit.
Impfempfehlung
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt aktuell eine jährliche Covid-Auffrischungsimpfung für besonders gefährdete Personengruppen. Dazu zählen insbesondere Menschen ab 60 Jahren, Personen mit Immundefizienz oder bestimmten Grundkrankheiten sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen.
Für den bestmöglichen Schutz wird eine Immunisierung im Herbst empfohlen.